Reev startet flexiblen Stromtarif für die E-Mobilität

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Michael Neißendorfer
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Die Antriebswende braucht intelligente Lösungen, etwa für das Laden von Elektroautos. Die Energie- und Ladeplattform Reev bringt deshalb einen flexiblen Stromtarif auf den Markt, der Ladeinfrastruktur zum aktiven Bestandteil des Energiesystems macht. Unternehmen, Flottenbetreiber und die Immobilienwirtschaft können von deutlich geringeren Stromkosten, 100 Prozent erneuerbarer Energie und einem intelligenten Energiemanagement profitieren, das Ladeprozesse automatisch in die günstigsten Stunden verschiebt.

Das Ergebnis: bis zu 30 Prozent geringere Kosten pro Kilowattstunde Strom (Arbeitspreis) – durch gezieltes Laden in Zeitfenstern mit hohem Anteil an Wind- und Solarstrom, ganz ohne zusätzlichen Aufwand, wie Reev in Aussicht stellt.

Das „Reev Stromtarif“ genannte Angebot bringt den europäischen Strommarkt mit dem intelligenten Energiemanagement der „Reev Platform“ zusammen: Mithilfe von Preissignalen und KI-gesteuerten Optimierungsalgorithmen werden Ladevorgänge automatisch in die Zeiträume verschoben, in denen besonders viel Wind- und Solarstrom erzeugt wird und die Preise daher besonders niedrig sind. Unter der Annahme, dass ein Unternehmen einen Bestandstarif mit einem fixen Arbeitspreis von 35 Cent/kWh hat, würde dieser mit dem dynamischen und optimierten „Reev Stromtarif“ auf 25 Cent/kWh sinken, bei gleichzeitig geringeren Emissionen. Damit sparen Unternehmen nicht nur Kosten, sondern leisten auch einen direkten Beitrag zur Energiewende.

„Mit dem dynamischen Reev Stromtarif schlagen wir die Brücke zwischen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Elektromobilität entwickelt sich so von einer reinen Verbraucherinfrastruktur zu einer gestaltenden Kraft im Energiemarkt. Das ist ein entscheidender Schritt, um Energie und Mobilität in Europa intelligent und zukunftsfähig zu verknüpfen“, so Eduard Schlutius, CEO von Reev.

Wie der Tarif funktioniert

Die Preisgrundlage für den „Reev Stromtarif“ bildet der europäische Strommarkt: Am sogenannten Day-Ahead-Markt wird Strom für den Folgetag gehandelt, wodurch Preise für jede Viertelstunde festgelegt werden. Diese werden direkt in die „Reev Platform“ eingespeist. Das integrierte Energiemanagementsystem (EMS) analysiert die Preisdaten und verschiebt Ladevorgänge automatisch in die günstigsten Stunden. Bereits ab wenigen Ladepunkten sinken die Strombeschaffungskosten im Vergleich zu klassischen Fixpreistarifen deutlich – ohne dass man selbst aktiv werden muss. Gleichzeitig erhöht sich der Anteil erneuerbarer Energien, da besonders die günstigen Stunden mit hohem Photovoltaik- und Windstromanteil genutzt werden.

Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich zudem Lastspitzen vermeiden und Ladezeiten an individuelle Anforderungen anpassen – etwa, wann Elektroautos mit vollem Akku abfahrbereit sein müssen. So wird der komplexe Energiemarkt für jedes Unternehmen mit Ladeinfrastruktur in konkrete wirtschaftliche Vorteile übersetzt.

Standzeiten werden zu Sparzeiten

Egal ob ein kleines Unternehmen mit nur wenigen Ladepunkten, ein mittelständischer Betrieb mit einem Fuhrpark von 30 Fahrzeugen oder ein großer Büro- oder Gewerbecampus mit hunderten Ladepunkten – der „Reev Stromtarif“ kann dafür sorgen, dass die langen Standzeiten der Elektrofahrzeuge tagsüber zu Kostenvorteilen werden.

Auch die Immobilienwirtschaft kann ganze Gebäude oder Quartiere mit dem dynamischen Tarif versorgen und so den Energieverbrauch deutlich effizienter gestalten. Denn auch hier stehen Fahrzeuge oft über viele Stunden hinweg, die sich für günstiges und nachhaltiges Laden nutzen lassen. In Mehrfamilienhäusern sind E-Autos zudem nicht nur tagsüber, sondern vor allem auch über Nacht angeschlossen. Diese langen Standzeiten eröffnen weitere Einsparmöglichkeiten – denn nachts sind die Strompreise wegen der geringen Nachfrage besonders niedrig.

Dabei gehe der „Reev Stromtarif“ weit über die Ladeinfrastruktur hinaus, wie der Anbieter mitteilt: Er kann den gesamten Energiebedarf eines Standorts abdecken – von Beleuchtung bis hin zu Heizsystemen oder Wärmepumpen. Damit entsteht ein neues Level an Einfachheit: ein Tarif, weniger Kosten, kein Aufwand.

„Wir machen dynamische Strompreise nicht nur zugänglich, sondern auch praktisch und einfach anwendbar. Das ist die Grundlage für den nächsten großen Schritt: die vollintegrierte Verbindung von Energie, Ladeinfrastruktur und Mobilität“, ergänzt Dr. Moritz Bohland, Head of Energy bei Reev.

Quelle: Reev – Pressemitteilung vom 01.10.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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