Produktion des Ford Explorer soll endlich starten

Produktion des Ford Explorer soll endlich starten
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Acht Monate später als geplant soll ab Juni im Ford-Werk in Köln die vollelektrische Version des Ford Explorer produziert werden. Dies bestätigte Werke-Chef Martin Sander im Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger. „Ab März kann man das neue Modell bestellen. Im Juni startet die Serienproduktion, und wir werden erste Explorer voraussichtlich im August an die Kunden ausliefern“, sagte er in dem Interview.

Natürlich sei bei der Belegschaft die Enttäuschung zunächst groß gewesen, als der für den späten Herbst 2023 vorgesehene Produktionsstart verschoben wurde, doch inzwischen überwiege die Zuversicht. „Die Belegschaft war vorbereitet, und hatte sich gefreut, ein neues Auto zu bauen. Da besteht natürlich auch eine emotionale Bindung“, sagte er. Doch nun sei der Hochlauf greifbar nah. Für den Explorer wurde die Produktion des Fiesta eingestellt, dies sei rückblickend nun früher passiert, als es eigentlich notwendig gewesen wäre. Aktuell würden bereits Vorserienmodelle des Explorer für Messen und die Showräume der Händler hergestellt.

Der elektrische, knapp 4,50 Meter lange Ford Explorer ist auf der gleichen MEB-Plattform unterwegs, die auch beim VW ID.4, dem Audi Q4 e-tron oder einen Skoda Enyaq verwendet wird. Die Preise sollen bei etwa 45.000 Euro starten, hieß es zuletzt.

Zweites E-Auto folgt noch 2024

Noch in diesem Jahr soll dann sogar ein zweites vollelektrisches Modell im Werk in Köln gefertigt werden. Details darüber möchte Sander jedoch im Interview noch nicht verraten, allerdings habe es von den Händlern bei der Präsentation ein sehr positives Feedback gegeben. Um den elektrischen Puma handelt es sich aber nicht, dieser wird in Rumänien produziert und soll laut Sander zunächst einmal das kleinste und günstigste Elektroauto von Ford bleiben. „Noch kleinere E-Autos rechnen sich aufgrund der derzeitigen Batteriekosten noch nicht“, führte er aus.

„Heute ist ein Tesla-Modell, das meistverkaufte Auto der Welt in allen globalen Märkten. Darauf muss man sich einstellen und reagieren.“ – Martin Sander, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH

Zudem äußerte sich der Ford-Chef zur Zukunft des Werkes im Saarland. Dies will Ford eigentlich abtreten, der chinesische Hersteller BYD – offizieller Partner der diesjährigen Fußball-EM in Deutschland – war zwischenzeitlich an einer Übernahme interessiert, entschied sich dann aber für die Errichtung eines neuen Werks in Ungarn.

„Nach der Absage haben wir uns entschieden, in das Thema Sozialplanverhandlungen einzusteigen“, sagte Sander nun. Gemeinsam mit der Landesregierung arbeite Ford daran, auf dem Areal andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu entwickeln. „Wir haben uns verpflichtet, 1000 der 3850 Mitarbeitenden weiterzubeschäftigen. Jetzt geht es darum, Unternehmen anderer Branchen dort anzusiedeln, um möglichst viele Jobs zu schaffen“, erläutert der Ford-Chef.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger – „Ford-Chef im Interview: Explorer-Produktion startet im Juni“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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