Porsche spart kräftig für E-Mobilitätsoffensive

Porsche spart kräftig für E-Mobilitätsoffensive
Copyright:

Porsche AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Bereits Anfang August haben wir darüber berichtet, dass Porsche massive Einsparungen für E-Mobilität vornehmen will. Nun scheinen die ambitionierten Pläne konkreter zu werden. Die Rede ist von sechs Milliarden Euro, welche über Rationalisierungen von Betriebsabläufen das operative Ergebnis innerhalb von acht Jahren steigern sollen. Mit dem eingesparten Geld sollen Investitionen in die Entwicklung und Herstellung von Elektroautos getragen werden.

Die Einsparung wird notwendig, da die Erträge bei Porsche, aufgrund der massiven Investitionen in die E-Mobilität, nicht mehr im gewohnten Ausmaß steigen. Für das Jahr 2025 hat man sich beim Stuttgarter Automobilunternehmen Porsche vorgenommen die Hälfte des Umsatzes über den Verkauf elektrifizierter Fahrzeuge zu erwirtschaften.

Ab diesem Jahr beginnend, bis 2025 will Porsche daher das Ergebnis vor Zinsen und Steuern jährlich um rund 750 Millionen Euro steigern. Gelingen soll dies, indem die Effizienz verbessert, die Kosten gesenkt und die Erträge aus neuen Geschäften wie digitalen Angeboten gesteigert werden. Die Steigerung ist notwendig, um das Markenziel von Volkswagen AG einer Umsatzrendite von 15 Prozent zu halten.

Der Porsche Taycan, das erste Elektroauto von Porsche, ist das beste Beispiel dafür, dass die Einsparungen notwendig werden. So geht man Stand heute davon aus, dass die Produktion des E-Autos 6.000 bis 10.000 Euro mehr kosten wird als ein vergleichbares traditionelles Modell. Diese Kosten möchte Porsche allerdings nicht an die Kunden weitergegeben, sodass Ausgabenkürzungen in anderen Bereichen vorgenommen werden müssten, um die hohe Rentabilität zu bewahren.

Geplant ist, dass die VW-Tochter bis 2022 über sechs Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren wird. Allein 500 Millionen Euro sollen in die Entwicklung von Varianten und Derivaten des Taycan fließen, mehr als eine Milliarde Euro ist zudem für die Elektrifizierung bestehender Modelle einkalkuliert. Des Weiteren wird ein Teil des Investments in die gemeinsame Architektur für Elektroautos von Porsche und Audi, als auch in den Ausbau von Partnerschaften. Erst kürzlich beteiligte sich Porsche an der kroatischen Technologie- und Sportwagenfirma Rimac. Vom Invest erhofft man sich Synergie-Effekte für die eigene E-Offensive.

Quelle: Welt.de – Porsche strebt 6-Mrd.-Euro-Gewinnschub für E-Autos an

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.