Opel hat mit Mitch Evans den zweiten Piloten für den Formel-E-Einstieg vorgestellt. Der Neuseeländer übernimmt Cockpit Nummer eins und komplettiert damit die Fahrerpaarung an der Seite von Théo Pourchaire, der bereits zwei Wochen zuvor als erster Pilot des Teams bestätigt worden war. Die Debütsaison beginnt im Dezember mit dem Start der neuen Gen4-Fahrzeuggeneration, für die ohnehin ein neues technisches Reglement in Kraft tritt. Die Bekanntgabe erfolgte im Rahmen einer Presseveranstaltung des Teams.
Evans bringt langjährige Erfahrung in der Rennserie mit. Der mehrfache Rennsieger bestritt zuletzt zehn Jahre für Jaguar TCS Racing und verpasste in der zu Ende gegangenen Saison die Meisterschaft nur knapp. Sein letztes Rennen für den bisherigen Hersteller fand eine Woche vor der Opel-Ankündigung in London statt, ein Wochenende, das er selbst als emotional beschrieb. Die Vorstellung bei Opel war zugleich sein erster öffentlicher Auftritt als Fahrer der Marke.
Für den Wechsel nennt Evans vor allem das neue technische Reglement als Argument, mit dem die Rennserie in eine neue Ära startet. Der Zeitpunkt sei damit ideal gewesen, um das Team zu wechseln, erklärte er bei der Vorstellung. Er wolle weiterhin vorne mitfahren: „Ich bin hier, um zu gewinnen, und auch Opel ist hier, um zu gewinnen.“ Die Unterschrift bei einer Marke mit langer Motorsport-Tradition sei für ihn zugleich eine persönliche Auszeichnung gewesen.

Neben Evans und Pourchaire gehört auch Sophia Flörsch zum Fahrer:innen-Kader des Teams. Sie wurde bereits Monate zuvor als Test- und Entwicklungsfahrerin verpflichtet. Pourchaire selbst ist 22 Jahre alt und durchlief laut Teamangaben erfolgreich alle Nachwuchsklassen auf dem Weg zur Formel E, darunter Formel 4, Formel 3 und Formel 2.
Opel in der Formel E: Ambitionen jenseits der bloßen Teilnahme
Opels Motorsport-Chef für die Formel E, Jörg Schrott, betonte, der Einstieg in die Meisterschaft erfolge nicht, um lediglich dabei zu sein. „Opel will bereits in der ersten Saison wettbewerbsfähig sein. Wir wollen sichtbar sein, und man ist nicht sichtbar, wenn man auf Platz zehn fällt“, sagte er. Die Serie zähle zu den am härtesten umkämpften Meisterschaften, sowohl unter den Herstellern als auch unter den Teams. Die Wahl der Fahrer sei dabei eine der bedeutendsten Entscheidungen beim Aufbau einer neuen Mannschaft, so Schrott weiter. Evans solle dem Team von Beginn an sportliche Substanz verleihen.
Bis zum ersten Rennen der neuen Saison bleiben nach Angaben des Teams noch 115 Tage. In dieser Zeit arbeitet die Mannschaft nahezu täglich im Simulator, auf Prüfständen und auf der Rennstrecke, um ein möglichst wettbewerbsfähiges Paket für den Saisonstart zu entwickeln. Der Zeitdruck sei Teil des Geschäfts, hieß es vonseiten des Teams.
Der Formel-E-Einstieg ist für Opel auch technologisch eingeordnet. Erkenntnisse aus dem Rennsport sollen die Expertise für die Serienfertigung schärfen, insbesondere für die Performance-Marke GSE, die ihre Wurzeln im Motorsport hat. Der Rennsport dient damit als Entwicklungsplattform, deren Ergebnisse über die Strecke hinaus wirken sollen.
Quelle: Opel – Pressemitteilung









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