Österreich startet neue Ausschreibung für E-Mobilität in Ballungsräumen

Österreich startet neue Ausschreibung für E-Mobilität in Ballungsräumen
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 607154255

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Die Bundesregierung in Österreich hat sich vorgenommen , im Verkehrsbereich eine umwelt- und innovationsfreundliche Mobilitätswende ins Rollen zu bringen. Ziel ist es eine schrittweise Dekarbonisierung zu erreichen, hierzu bedient man sich beispielsweise einem ausgebauten Carsharing-Angebot als auch der E-Mobilität. Insbesondere sind sogenannte Ballungsräume von Interesse, da diese oft unter negativen Auswirkungen des Verkehrs leiden. Aus Sicht der Regierung wird es daher immer wichtiger, den vorhandenen öffentlichen Verkehr mit dem Individualverkehr zu kombinieren, dass das Umsteigen auf den Umweltverbund für mehr Menschen attraktiv wird.

Mit der neuen Förderaktion setzt man genau dort an. Im Spannungsfeld zwischen knappem städtischem Raum und noch zu entwickelnden Geschäftsmodellen bildet die Umsetzung von Multimodalen Knoten eine kompakte und bereits erfolgreich erprobte Lösung. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie stellt daher für die Errichtung multimodaler Mobilitätsknoten, die Verknüpfung von Angeboten der Elektromobilität – z.B. E-Taxis oder E-Carsharing – mit weiteren Mobilitätsangeboten – z.B. ÖV, Leihräder – und die hierfür erforderlichen Kooperationen mit städtischen Verkehrsbetrieben bis 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

„Der Schwerpunkt E-Mobilität wurde von der österreichischen Bundesregierung im Regierungsprogramm verankert. Auch das Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr und die Forcierung von Carsharing sind wesentliche Punkte für ein starkes, öffentlich zugängliches Verkehrsangebot. Diese Ausschreibung verbindet alle diese Komponenten miteinander, denn zur Erreichung der Pariser Klimaziele braucht es insbesondere im Verkehrsbereich neue Konzepte.“ Norbert Hofer, Verkehrsminister Österreich

Kurz zur Erläuterung. Hinter einem multimodalem Knoten verbirgt sich ein Platz oder Bereich im öffentlichen oder halböffentlichen Raum an dem mehrere Verkehrsmittel miteinander verknüpft werden. Den Ausgangspunkt bildet in den meisten Fällen eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs in deren unmittelbarer Nähe zusätzliche Mobilitätsdienstleistungen errichtet beziehungsweise angeboten werden. Das Angebot kann vielfältig ausgeprägt sein. Von der Einbindung des Fuß- und Radverkehrs bis hin zu Carsharing, Taxidienstleistungen oder auch Leihwagenangeboten ist alles möglich.

In Verbindung mit dem Aufbau von erforderlicher Ladeinfrastruktur und der Bereitstellung der emissionsfreien E-Fahrzeuge schafft das Konzept der Multimodalen Knoten attraktive E-Mobilitätsangebote für Alle, neben dem Umweltnutzen und den positiven verkehrlichen Effekten.

Quelle: ots.at – BMVIT startet neue Ausschreibung für E-Mobilität in Ballungsräumen

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

KI-Boom treibt Speicherchip-Preise für Autobauer hoch

KI-Boom treibt Speicherchip-Preise für Autobauer hoch

Sebastian Henßler  —  

Tech-Konzerne kaufen den Chipmarkt leer, die Autobranche zahlt drauf. Einzelne Speicherbausteine sind bis zu 400 Prozent teurer geworden.

Europa liegt beim E-Auto-Absatz nur drei Jahre hinter China zurück

Europa liegt beim E-Auto-Absatz nur drei Jahre hinter China zurück

Michael Neißendorfer  —  

Hält Europa an seinen CO2-Grenzwerten fest, könne es den Rückstand auf China noch vor 2030 aufholen und den Ölverbrauch im Verkehrssektor drastisch senken.

Tozero gewinnt in Bayern Lithium aus alten Batterien zurück

Tozero gewinnt in Bayern Lithium aus alten Batterien zurück

Sebastian Henßler  —  

Tozero verarbeitet jährlich 1500 Tonnen Batterieabfälle und gewinnt daraus Lithium, Graphit und Nickel-Kobalt zurück. Die Kosten liegen unter Bergbauniveau.

Mehrheit der Deutschen wünscht sich bessere Förderung für E-Autos

Mehrheit der Deutschen wünscht sich bessere Förderung für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

Eine aktuelle Befragung zeigt: Die Deutschen wechseln verstärkt vom Verbrenner zum Elektroauto – und fordern von der Politik mehr Initiative für E-Mobilität.

SolidCore: Was hinter MGs Batterieversprechen steckt

SolidCore: Was hinter MGs Batterieversprechen steckt

Sebastian Henßler  —  

MG will als erster Automobilhersteller eine Semi-Solid-State-Batterie in Großserie nach Europa bringen. Der Hochlauf läuft, doch manche Fragen bleiben offen.

Experten und Verbände watschen „Klimaschutz“-Programm der Regierung ab

Experten und Verbände watschen „Klimaschutz“-Programm der Regierung ab

Michael Neißendorfer  —  

Verbände und Experten lassen kein gutes Haar am neuen „Klimaschutzprogramm“ der Bundesregierung. Wirklich neues habe es gar nicht zu bieten.

VDIK: Ladeinfrastruktur entscheidet über E-Auto-Hochlauf

VDIK: Ladeinfrastruktur entscheidet über E-Auto-Hochlauf

Sebastian Henßler  —  

VDIK-Präsidentin Labbé schlägt eine staatliche Ladekarte mit Guthaben vor. Damit ließen sich Tarifchaos und umständliches Laden auf einen Schlag beseitigen.