Die Hyundai Motor Group und Nvidia weiten ihre bestehende Zusammenarbeit im Bereich autonomes Fahren deutlich aus. Gemeinsam wollen die Partner Technologien entwickeln, die vom assistierten Fahren bis hin zu vollautonomen Robotaxis reichen. Im Zentrum steht dabei die Verknüpfung der Fahrzeugkompetenz des koreanischen Konzerns mit der KI- und Recheninfrastruktur des US-Chipherstellers.
Konkret sieht die erweiterte Partnerschaft vor, dass Hyundai und Kia die autonome Fahrtechnologie von Nvidia ab Level 2 in ausgewählte Modelle integrieren. Damit sollen Sicherheit und Komfort in Serienfahrzeugen verbessert werden. Gleichzeitig treibt der Automobilkonzern über sein Joint-Venture Motional die Weiterentwicklung von Level-4-Fähigkeiten für Robotaxi-Dienste voran. Auch hier kommt künftig Nvidia-Technologie zum Einsatz.
Als technologische Basis dient die Nvidia Drive Hyperion-Plattform, auf der eine skalierbare Architektur entstehen soll. Diese deckt das gesamte Spektrum vom teilautomatisierten Fahren bis zur Vollautonomie ab. Die Hyundai Motor Group will ihre eigene Software-Defined-Vehicle-Architektur mit Hyperion verschmelzen und so einen geschlossenen Datenkreislauf etablieren. Reale Fahrdaten der gesamten Konzernflotte sollen erfasst, zum Training von KI-Modellen genutzt und anschließend in Serienfahrzeugen validiert werden.
Gerade dieser datengetriebene Ansatz gilt als strategischer Kern der Partnerschaft. Der Hyundai Konzern setzt darauf, dass der Wettbewerbsvorteil im autonomen Fahren nicht allein durch leistungsfähige Basismodelle entsteht, sondern maßgeblich durch die Fähigkeit, hochwertige Fahrdaten in großem Umfang zu generieren und daraus zu lernen. Da Hyundai und Kia ihre Modelle kontinuierlich unter realen Bedingungen trainieren, sieht sich der Konzern in einer starken Ausgangsposition für die Entwicklung eigener KI-Modelle.
Autonomes Fahren: Daten als zentraler Treiber der Entwicklung
Nvidia bringt in die Zusammenarbeit seine Plattformen und KI-Technologien ein, während die Hyundai Motor Group die gesammelten Daten systematisch in eine einheitliche Lernpipeline integrieren will. Dieser Kreislauf aus Datenerfassung, Modelltraining und Serienvalidierung soll die Reife der autonomen Fahrtechnologie schrittweise erhöhen und dem Konzern ermöglichen, flexibel auf unterschiedliche Marktanforderungen weltweit zu reagieren.
Heung-Soo Kim, Executive Vice President und Leiter des Global Strategy Office der Hyundai Motor Group, ordnet die erweiterte Kooperation entsprechend ein: „Auf der Grundlage eines einheitlichen, konzernweiten Kooperationsrahmens werden wir unsere differenzierte technologische Wettbewerbsfähigkeit stärken – von autonomer Fahrtechnologie der Stufe 2 und höher bis hin zu Robotaxi-Diensten der Stufe 4.“ Rishi Dhall, Vice President of Automotive bei Nvidia, ergänzt, dass die Zusammenarbeit darauf abziele, „sichere, intelligente, auf Nvidia Drive basierende autonome Fahrsysteme zu entwickeln – von fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen in ausgewählten Serienfahrzeugen bis hin zu skalierbaren Robotaxi-Diensten mit Motional.“
Quelle: Hyundai – Pressemitteilung per Mail








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