Nissan bringt mit dem Pixo einen elektrischen Kleinwagen an den Start, der technisch eng mit dem neuen Renault Twingo verwandt ist. In einer Zeit, in der die Anschaffungskosten für Elektroautos vielerorts steigen, positioniert der Automobilhersteller das Modell als bezahlbare Alternative für den Stadtverkehr. Der Einstiegspreis dürfte knapp unter 20.000 Euro liegen, bestellen lässt sich der Pixo ab Jahresende. Die ersten Auslieferungen sind für den Beginn des Jahres 2027 vorgesehen.
Wie Clíodhna Lyons, Vizepräsidentin für Produkt und Marketing bei Nissan, erläutert, wurde der Pixo „speziell für Europa und seine Städte entwickelt“ und biete alles, „was Kundinnen und Kunden von einem Elektrofahrzeug erwarten, ohne unnötige Komplexität“. Angesichts steigender Kraftstoffkosten liege der Fokus klar auf praktischen Alternativen, mit denen sich die Fahrtkosten senken ließen, ergänzt sie. Für den Kleinwagen bedeutet das eine klare Ausrichtung: kompakt, unkompliziert und auf den Alltag in europäischen Städten zugeschnitten.

Möglich wird der niedrige Preis durch die enge Verzahnung mit dem Schwesterkonzern Renault. Innerhalb einer Konzernlandschaft lässt sich mit vergleichsweise geringem zusätzlichem Aufwand ein Schwestermodell ableiten, wovon sowohl der Automobilhersteller als auch Käuferinnen und Käufer profitieren. Einen Pixo gab es bei Nissan bereits Ende der 2000er-Jahre, in Europa blieb der Erfolg damals jedoch überschaubar, sodass die Baureihe 2013 eingestellt wurde. Mit vollelektrischem Antrieb und einer runderneuerten Optik tritt das Modell nun unter gänzlich neuen Voraussetzungen an als sein Vorgänger.
Gefertigt werden Pixo und Twingo im slowenischen Novo Mesto, wo beide Modelle auf derselben Plattform vom Band laufen und sich wesentliche technische Komponenten wie Antrieb und Akku teilen. Diese geteilte Basis spart Entwicklungszeit und Kosten und erklärt, warum sich der Pixo preislich so nah am Marktsegment der Kleinstwagen bewegt. Der Twingo selbst wurde in vergleichsweise kurzer Entwicklungszeit auf den Markt gebracht, wovon der Nissan-Ableger nun direkt profitiert.
Solide Reichweite, aber gemächliches Ladetempo
Angetrieben wird der Pixo von einem 60 kW (82 PS) starken Elektromotor an der Vorderachse. Die Energie liefert ein 27,5 kWh großer LFP-Akku (Lithium-Eisen-Phosphat), mit dem der Kleinwagen im Normzyklus rund 260 Kilometer weit kommen soll. Der Wendekreis liegt bei knapp zehn Metern, was dem Pixo im Stadtverkehr zusätzliche Wendigkeit verschafft.

Deutlich zurückhaltender zeigt sich das Ladetempo. Selbst am Schnelllader nimmt der Pixo maximal 50 kW auf und benötigt dadurch knapp eine halbe Stunde, um den Akku von 15 auf 80 Prozent zu füllen. An einer Wallbox oder einer haushaltsüblichen Steckdose lädt der Kleinwagen mit bis zu 11 kW.
Mit einer Länge von 3,80 Metern orientiert sich der Pixo an den Proportionen des Twingo, dessen aktuelle Generation in Rekordzeit entwickelt wurde. Eigenständig wirken dagegen Frontmaske und Heckleuchtenband, ebenso wie zahlreiche Designdetails innen und außen. Auch der Pixo-Schriftzug im Pixel-Look setzt einen sichtbaren Unterschied zum französischen Schwestermodell. Während der Twingo von einer langen Designhistorie und erfolgreichen Vorgängergenerationen profitiert, tritt der Pixo ohne ein vergleichbares optisches Erbe an.

Im Innenraum bietet der Kleinwagen Platz für bis zu vier Personen. Der Fahrer blickt auf sieben Zoll große Instrumente und einen zehn Zoll großen Zentralbildschirm. Der Kofferraum fasst 356 Liter und lässt sich durch Umklappen der Rückbank auf bis zu 1221 Liter erweitern.
Quelle: Per Mail









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