Nissan N6 Plug-in-Hybrid: Bis zu 180 km elektrisch

Nissan N6 Plug-in-Hybrid: Bis zu 180 km elektrisch
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Stefan Grundhoff
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Nissan will zukünftig nicht allein auf Crossover setzen. Gerade junge Familien sollen sich für den hybriden N6 erwärmen können, der mit viel Platz im Innern und niedrigen Unterhaltskosten strahlen soll. Der China-Preis ist eine Sensation: nicht einmal 12.500 Euro.

Nissan hat seine Strategie unter dem neuen Firmen-CEO Ivan Espinosa komplett überarbeitet und will auf den großen Märkten spezifische Produkte anbieten, die Kunden ansprechen und dabei effizient Synergien nutzen. Wie viele andere Marken dreht sich neben der Heimatregion Japan auch bei Nissan das meiste um den Massenmarkt China. Hier soll der neue Nissan N6 PHEV jene Kunden ansprechen, die bisher in erster Linie bei Wettbewerbern aus China oder Europa fündig wurden. Der 4,83 Meter lange N6 PHEV ist auf der gleichen technischen Tianyan-Plattform wie das Zwillingsmodell N7 unterwegs, das jedoch rein elektrisch angetrieben wird. Beide Modelle werden vom chinesischen Kooperationsunternehmen Dongfeng Nissan Passenger Vehicle Company gefertigt.

180 km Elektroreichweite

Für den Antrieb der viertürigen Fließheck-Limousine sorgt ein 1,5 Liter großer Vierzylinder mit 155 kW / 211 PS / 320 Nm, der im Alltagsbetrieb von einem 75 kW / 102 PS / 155 Nm starken Elektromotor unterstützt wird. Die Modellbezeichnung „180 Pro“ hat nichts mit der Motorleistung zu tun, sondern gibt Zeugnis von der elektrischen Reichweite, denn Dank des 21,1 kWh großen LFP-Batteriepakets schafft der Fronttriebler im stadtnahen chinesischen Fahrzyklus eine rein elektrische Reichweite von bis zu 180 Kilometern.

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Für die große Elektrostrecke sorgt nicht nur die Batterie, sondern insbesondere auch die aerodynamisch gestylte Karosserie mit glatter Front und weitgehend glattem Unterboden, die bis zur Höchstgeschwindigkeit von 162 km/h zudem für ein angenehm geringes Geräuschniveau im Innern sorgt. Der Normverbrauch: unter zwei Litern Superkraftstoff auf 100 Kilometern. Anders als viele Wettbewerber kann der Nissan N6 PHEV zudem mit bis zu 50 kW nachladen und benötigt so von 10 bis 80 Prozent der Akkukapazität nur 17 Minuten.

Im reinen Elektromodus geht es am Steuer des Nissan N6 PHEV recht zäh zu, denn 75 kW / 102 PS sind nicht viel, um wirklich flott unterwegs zu sein. Je nach Fahrprogramm schaltet sich der Verbrenner zu, was den Tatendrang spürbar anregt, jedoch auch für eine entsprechende Geräuschkulisse aus dem Vorderwagen sorgt. Die Lenkung ist leichtgängig und unterstreicht den betont komfortablen Charakter der Limousine, die gerade im Fond sehr viel Platz bietet.

Viel Stauraum für alltägliche Dinge

Hinter der je nach Ausstattungsvariante elektrisch bedienbaren Heckklappe lassen sich mächtige 570 Liter Laderaum nutzen. Wer die Rücksitze umklappt, hat noch mehr Volumen zur Verfügung. Bei langen Bodenwellen schwingt die Karosserie spürbar nach und auch schnell gefahrene Kurven sind nicht die Paradedisziplin des teilelektrischen Nissan, der ein entspannter Cruiser sind will.

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Das gelingt mit doppelt verglasten Scheiben, zahlreichen praktischen Ablagen und Oberflächen, die zumeist weich unterschäumt sind. Vorne bietet der N6 spezielle Komfortsitze mit Klimatisierung und Massage, die Rücken und Beine auf langen Strecken entlasten sollen. Nicht schlechter sitzt es sich im Fond, wobei die Kunstlederbespannung auch in dieser preissensiblen Fahrzeugklasse edler sein könnte. Je nachdem ob sich der Kunde für das Interieur in Weiß oder schwarz entscheidet, gibt es Zierelemente in Roségold oder Nachtviolett. Die Bedienung der zahlreichen Assistenz-, Komfort- oder Navigationsfunktionen geschieht entweder per Sprache, am Lenkrad oder auf einem 15,6 Zoll großen Zentralbildschirm mit einem Qualcomm Snapdragon-8775-Chip. Der KI-Sprachassistent namens Xiao Ni unterstützt die Bedienung und erkennt Sprachbefehle durch mehrere Mikrofone von jedem Sitzplatz. Wer will kann sogar zu einer Karaoke-Party ins Auto einladem.

Zusammen mit dem chinesischen Anbieter Momenta wurde ein Assistenzsystem der Stufe 2+ entwickelt, dass den Fahrer auf der Autobahn ebenso unterstützt wie in der Innenstadt oder beim Parken. Ein Druck auf den Taster und der N6 fährt direkt auf dem Parkplatz los. In China wird der Nissan N6 PHEV in verschiedenen Ausstattungsvarianten ab 99.900 RMB, umgerechnet gerade einmal 12.500 Euro angeboten. Selbst die Topversion Nissan N6 PHEV 170 Max+ mit Komplettausstattung kostet auf dem größten Automarkt der Welt nicht einmal 16.000 Euro. Nach Europa – wo er sicherlich gut das Doppelte kosten würde – wird er wohl vorerst nicht kommen.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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