Neuer Rimac-Campus: Produktionshalle soll 2023 fertig sein

Neuer Rimac-Campus: Produktionshalle soll 2023 fertig sein
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Rimac

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Nach gut 14 Monaten Bauzeit ist die neue Heimat des E-Auto-Entwicklers und -Herstellers Rimac, der Rimac Campus am Stadtrand von Zagreb, auf einem guten Weg, in der ersten Hälfte des Jahres 2023 ein erstes Etappenziel zu erreichen. Die 70.000 qm große Produktionshalle soll bereits Mitte des kommenden Jahres fertiggestellt sein und sodann damit beginnen, Komponenten für Elektroautos produzieren.

Der Bau der Produktionshalle sei aufgrund des schnellen Wachstums des Geschäftsfelds Rimac Technology gegenüber anderen Bereichen des 200.000 qm großen Campus priorisiert worden, teilt das Unternehmen mit. Rimac Technology entwickelt und produziert Teile und Komponenten für die Elektrifizierung von Fahrzeugen, zu den Kunden der Kroaten gehören einige der größten und bekanntesten Autohersteller der Welt, zum Beispiel Porsche, Hyundai und Aston Martin und einige andere mehr.

Die Produktionshalle soll, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung, das „pulsierende Herz“ des neuen Rimac Campus bilden, der nach Fertigstellung gut 2500 Mitarbeiter beherbergen soll. Der Campus wird nicht nur zu einer Basis für die globale Produktion von Komponenten und Fahrzeugen, sondern auch zum Hauptquartier und Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum des Unternehmens.

„Als das Campus-Projekt grünes Licht erhielt, hatten wir 400 Mitarbeiter. Heute haben wir mehr als das Dreifache, und wir wissen bereits, dass der Campus nur der Anfang unserer Expansionspläne sein wird. Nach Abschluss des gesamten Projekts werden unsere Büros voll sein und unsere Produktionshalle wird zu 100 Prozent ausgelastet sein“, sagt Mate Rimac, Gründer und CEO der Rimac-Gruppe. Der Campus soll das langfristige Zuhause des Elektroauto-Unternehmens werden. Kaum fertiggestellt, planen die Kroaten aber bereits den Bau eines neuen „Mega Campus“, der dreimal größer sein soll als der Rimac Campus. Der Fokus des Mega Campus soll darauf liegen, „das Produktionspotenzial von Rimac Technology noch weiter auszubauen“, so Mate Rimac weiter.

Nach seiner Fertigstellung soll der gesamte Rimac Campus nachhaltig, CO2-neutral und auf seine Nutzer:innen ausgerichtet sein. Das riesige Flachdach der Produktionsanlage werde mit Sonnenkollektoren bedeckt, um Strom zu erzeugen, und durch ein großes verglastes Restaurant mit dem Haupt- und F&E-Gebäude verbunden sein. An einem Ende des Campus sollen ein Kindergarten und eine Einzelhandelsfläche Platz finden, am anderen Ende ein Showroom und ein Museum. Geplant sind auch ein Biotop auf dem Gelände sowie ein Dachgarten und eine Bar.

Bemerkenswert ist, dass der Standort frei von Zäunen sein und zu großen Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Nach Fertigstellung werde der gesamte Campus von einer Teststrecke umrahmt. Mit einer Gesamtinvestition von mehr als 200 Millionen Euro und mit 100.000 qm bebauter Fläche auf einem 200.000 qm großen Gelände soll der gesamte Campus 2024 voll fertiggestellt sein.

Quelle: Rimac – Pressemitteilung vom 21.10.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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