Rimac baut neuen Campus für F&E und Produktion

Rimac baut neuen Campus für F&E und Produktion
Copyright:

Rimac

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Die kroatische E-Auto Schmiede Rimac, bekannt für besonders schnelle Elektro-Hypercars und zuletzt die Übernahme von Bugatti gemeinsam mit Porsche, investiert in seine Zukunft: mit einem neuen Unternehmenssitz in Zagreb, für den das Unternehmen 200 Millionen Euro in die Hand nimmt. An dem Standort sollen Forschung und Entwicklung, Produktion sowie eine Teststrecke und ein Museum entstehen. Der Spatenstich fand bereits vor einigen Monaten statt, die Fertigstellung ist für 2023 anvisiert.

Der neue Komplex werde es dem Unternehmen ermöglichen, von Prototyp- und Kleinserienprojekten zur Großserienproduktion seiner Hochleistungs-Elektroantriebs- und Batteriesysteme für viele globale Automobilunternehmen hochzufahren, so Rimac in einer aktuellen Mitteilung. Gleichzeitig werde der 200.000 Quadratmeter große Campus, davon die Hälfte bebaut, als Produktionsbasis für alle zukünftigen Rimac-Modelle und ihre Schlüsselkomponenten dienen, einschließlich des Rimac Nevera, dem aktuellen Top-Produkt der Kroaten.

Über das Projekt, das bereits vor zehn Jahren Teil seiner Vision war, sagt Gründer und CEO Mate Rimac: „Seit ich das Unternehmen gegründet habe, war der Aufbau eines bestmöglichen Arbeitsumfelds für mich der Schlüssel“. Es fühle sich selbstverständlicher und natürlicher an, großartige Produkte zu kreieren, wenn man sich in der richtigen Umgebung dafür befindet. „Mit dem Campus wollen wir genau das tun – das beste Umfeld für Arbeit und Kreativität schaffen“. Die Anlage sei so geplant, dass sie sich harmonisch in die Natur und die Umgebung einfügt. Von Anfang an setzt Rimac laut eigener Aussage auch auf die CO2-Neutralität des Campus.

Rimac_Campus_Nevera
Rimac

Angesichts des rasanten Wachstums des Unternehmens wurde der Standort zudem so gestaltet, dass er im Laufe der Zeit erweitert werden kann. Langfristig sollen an dem neuen Standort mehr als 2500 Mitarbeiter beschäftigt sein – weit über das Doppelte der aktuellen Mitarbeiterzahl. Der neue Komplex soll außerdem im Einklang mit dem Fokus der Marke auf markantes Design, Innovation und Nachhaltigkeit einige clevere und einzigartige Features enthalten. Dazu gehören ein urbanes Biotop und Wiesen sowie ein Dachgarten, eine Art Kommandozentrale, VR-Räume und mehrere streng abgeschirmte Projekträume. Auch eine Bar und Einzelhandelsflächen sowie für die Mitarbeiter Fitnessräume und ein Kindergarten sind vorgesehen.

Quelle: Rimac – Pressemitteilung vom 15.11.2021

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.