nanoFlowcell plant Flusszellen-Auto für Formel E

nanoFlowcell plant Flusszellen-Auto für Formel E
Copyright:

Elektroauto-News.net

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Die Schweizer nanoFlowcell Holdings hat erst vor kurzem mit ihrem Quant 48Volt – dem etwas anderen Elektroauto für Aufsehen gesorgt. Nun wurde bekannt, dass nanoFlowcell ein Flusszellen-Auto für die Formel E plant. Und damit könnte die Formel E nicht weniger als vor dem nächsten technologischen Durchbruch stehen. So könnte die Flusszelle zukünftig die Lithium-Ionen-Akkus der Formel E ablösen und den Fahrzeugwechsel gegen Mitte des Rennes überflüssig werden lassen. Bereits in der fünften Saison (2018/2019) möchte man einen ersten Prototypen auf die Strecke lassen.

Die aktuell bereits eingeschriebenen Formel-E-Teams werden zwischen 2018 und 2022 mit 54-kWh-Batterien von McLaren an den Start gehen. nanoFlowcell kann derweil die Entwicklung der Flusszellen-Akkus im kompetitiven Umfeld der Formel E optimieren, um dann ab der neunten Saison eventuell von einer Aufhebung des Entwicklungsverbotes für Batterien zu profitieren. Die Formel-E-Teams wären zu diesen Zeitpunkt in der Lage eigene Akkukonzepte im Rahmen bestimmter Vorgaben auf den Kurs zu bringen. Dann könnte es durchaus heißen: Lithium-Ionen gegen Flusszelle.

Der bereits erwähnte Quant 48Volt zeigt deutlich auf, wie vielversprechend die Flusszellen-Technologie ist. So bringt die Sportlimousine nicht nur von Haus aus eine Reichweite von 1.000 Kilometer mit, sondern beschleunigt auch von null auf hundert in 2,4 Sekunden und erreicht Spitzengeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde. Den aktuellen Entwicklungsstand der Flusszellen-Akkus für den Quant 48 als Basis, möchte man auf dieser aufbauen, um die Entwicklung im elektrifizierten Motorsport voranzutreiben.

„In der Formel E können wir unsere Technologie auf der internationalen Bühne bewerben und zeigen, dass Flusszellen eine sichere Lösung für die Zukunft auf der Straße und im Motorsport sind. Wir hoffen, dass die FIA unserem Vorschlag zustimmt. Möge die bessere Technologie gewinnen!“ – Nunzio La Vecchia, Geschäftsführer von nanoFlowcell

Neben der hohen Reichweite und den Leistungsspitzen, welche das Akku problemlos abfangen kann, spricht aber vor allem das einfache Laden für die Flusszellen-Akkus. Entgegen Lithium-Ionen-Akkus werden diese nicht an Steckdosen geladen, sondern mithilfe von Elektrolyt-Flüssigkeit. Diese Elektrolyt-Flüssigkeit wird in Tanks gespeichert, die jeweils positiv und negativ geladen sind. Diese Elektrolyte zirkulieren in getrennten Kreisläufen, wobei durch den Ionenaustausch nach dem Prinzip der galvanischen Zelle Strom entsteht.

Quelle: e-formel.de – Technologie-Durchbruch: nanoFlowcell plant Flusszellen-Auto für Formel E

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektro-Motorsport

Formel E-Weltmeister Rowland ist „wirklich beeindruckt“ vom Gen4-Rennwagen

Formel E-Weltmeister Rowland ist „wirklich beeindruckt“ vom Gen4-Rennwagen

Sebastian Henßler  —  

Fast doppelte Leistung und Allradantrieb: Weltmeister Rowland testete das Gen4-Auto der Formel E und zieht trotz nötiger Umgewöhnung ein positives Fazit.

Opel-Einstieg in Formel E: Plan steht, Fahrer fehlen

Opel-Einstieg in Formel E: Plan steht, Fahrer fehlen

Sebastian Henßler  —  

Opel steigt zur Saison 2026/27 in die Formel E ein. Teamchef Jörg Schrott erklärt, warum das Gen4-Reglement und das Cost-Cap-Konzept entscheidend sind.

Jaguar GEN4 Proto_Type: mit 277 km/h durch Monacos Tunnel?

Jaguar GEN4 Proto_Type: mit 277 km/h durch Monacos Tunnel?

Sebastian Henßler  —  

Allradantrieb, 700 kW Rekuperation, neue Brake-by-Wire-Systeme: Der GEN4-Rennwagen markiert den bislang größten technischen Schritt der Formel-E-Geschichte.

Formel E: Opel-Team verpflichtet Sophia Flörsch

Formel E: Opel-Team verpflichtet Sophia Flörsch

Michael Neißendorfer  —  

Wenn in wenigen Tagen die GEN4-Generation der vollelektrischen Formel-E-Rennwagen präsentiert wird, wird Sophia Flörsch am Steuer des Opel sitzen.

Citroën bleibt der Formel E treu – auch in Gen4-Ära

Citroën bleibt der Formel E treu – auch in Gen4-Ära

Sebastian Henßler  —  

CEO Xavier Chardon bekräftigt Citroëns Bekenntnis zur Formel E. Das Rennsport-Know-how soll die Elektrifizierung vorantreiben.

Formel E in Madrid: Da Costa gewinnt vor Evans und Wehrlein

Formel E in Madrid: Da Costa gewinnt vor Evans und Wehrlein

Sebastian Henßler  —  

Jaguar feiert beim Madrid E-Prix einen Doppelsieg durch da Costa und Evans. Pascal Wehrlein im Porsche komplettiert das Podium und bleibt WM-Spitzenreiter.

Motorsport: Opel steigt in die Formel E ein

Motorsport: Opel steigt in die Formel E ein

Sebastian Henßler  —  

Während Audi, BMW und Mercedes die Formel E verlassen haben, geht Opel den entgegengesetzten Weg und gründet ein eigenes Rennteam.