Mercedes-Benz streicht EQ-Bezeichnung bei Elektroautos

Mercedes-Benz streicht EQ-Bezeichnung bei Elektroautos
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Mercedes-Benz beendet die eigenständige Namensstrategie für seine Elektroautos. Die Bezeichnung „EQ“, über Jahre hinweg das zentrale Erkennungsmerkmal für batterieelektrische Modelle wie EQA, EQE oder EQS, verschwindet aus dem Modellprogramm. Auch der bislang genutzte Zusatz „mit EQ Technologie“ entfällt künftig vollständig. An seine Stelle tritt die schlichte Kennzeichnung „Elektrisch“, wie sie bereits bei der C-Klasse und dem CLA zum Einsatz kommt.

Der Schritt markiert eine Rückkehr zu einer einheitlicheren Modellstruktur innerhalb der Marke. Elektroautos sollen nicht mehr als eigenständige Produktlinie neben den etablierten Baureihen geführt werden, sondern vollständig in die jeweilige Modellfamilie integriert werden. Für Kund:innen bedeutet das: Innerhalb einer Baureihe lässt sich künftig zwischen unterschiedlichen Antriebsarten wählen, ohne dass sich dadurch der Modellname grundsätzlich ändert. Ein Ablaufdatum für die EQ-Bezeichnung war intern bereits bei deren Einführung vorgesehen.

Weniger Elektro-Kennzeichnung am Heck sichtbar

Auch optisch verändert sich einiges. Am Fahrzeugheck bleibt lediglich die klassische Modellbezeichnung samt Leistungs- und Ausstattungsangabe erhalten, etwa in Form von „GLB 400 4MATIC“. Eine eigene EQ-Kennzeichnung, die den Elektroantrieb bislang optisch hervorhob, fällt weg. Wer wissen möchte, mit welchem Antrieb ein Fahrzeug ausgestattet ist, muss künftig auf die Modellinformationen und die Ausstattungsdetails zurückgreifen. Die Antriebsart selbst wird dadurch weniger stark nach außen kommuniziert als bisher.

Die Entscheidung fügt sich in eine übergeordnete strategische Linie ein. Mercedes-Benz will die Trennung zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen aufheben und Elektromobilität als selbstverständlichen Teil des gesamten Modellprogramms etablieren, statt sie als separate Kategorie zu behandeln. Die Marke EQ fungierte damit vor allem als Übergangslösung auf dem Weg zu dieser vollständigen Integration elektrischer Antriebe in die bestehenden Baureihen.

Einheitliche Baureihen statt getrennter Produktlinien

Mit dem Verzicht auf eine eigene Elektro-Submarke reagiert Mercedes-Benz auf eine Entwicklung, die sich in der Branche bereits an anderer Stelle zeigt: Elektroautos werden zunehmend als reguläre Variante innerhalb bekannter Baureihen positioniert und nicht mehr als technologisches Sondersegment vermarktet. Die bisherige EQ-Nomenklatur hatte Elektromodelle optisch und begrifflich deutlich von den klassischen Baureihen abgegrenzt, was aus Unternehmenssicht offenbar nicht mehr dem gewünschten Markenbild entspricht.

Quelle: mbpassionblog – Mercedes-Benz beerdigt EQ Bezeichnung seiner Elektroautos

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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