Lucid macht den Gravity zum mobilen Servicecenter

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Sebastian Henßler
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Lucid hat eine neue mobile Serviceplattform vorgestellt, die auf dem hauseigenen SUV Gravity basiert. Der dreireihige Elektro-SUV ersetzt damit die konventionellen Transporter, mit denen der Automobilhersteller sein Programm Lucid Care seit 2021 betreibt. Es ist das erste Mal, dass Lucid gezielt eines seiner eigenen Modelle für den technischen Außendienst einsetzt.

Das speziell umgerüstete Fahrzeug ist mit batteriebetriebenen Werkzeugen, einem Luftkompressor, einem Hebesystem und einem Sicherheitskit ausgestattet. Nach Angaben des Unternehmens bietet die Plattform „mehr als die doppelte Lagerkapazität“ im Vergleich zu den bisherigen Servicefahrzeugen. Ein integriertes Schienensystem soll Techniker:innen den Zugriff auf Werkzeuge im Einsatz erleichtern. „Unsere mobile Servicestrategie zielt darauf ab, Kund:innen dort zu erreichen, wo sie sind, und Reibungspunkte im Besitzerlebnis zu beseitigen“, erklärte Erwin Raphael, Senior Vice President of Revenue bei Lucid.

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Die neue Plattform soll beide aktuell erhältlichen Modelle des Herstellers abdecken – die Limousine Air und den SUV Gravity. Bisher setzte Lucid für seinen mobilen Service unter anderem Mercedes-Benz Sprinter ein, die als Lucid Mobile Service gebrandetet waren. Auch mindestens ein Ram ProMaster kam zum Einsatz, wie ein 2022 auf X geteiltes Bild zeigt. Beide Transporter waren offenbar mit Verbrennungsmotor unterwegs – offiziell geäußert hat sich Lucid zum Antrieb der Flotte allerdings nie.

Lucid-Servicenetz reicht von Nordamerika bis Europa

Bereits im vergangenen Jahr begann der Automobilhersteller, Lucid Air Limousinen für leichtere Aufgaben wie Teilelieferungen und kleinere Servicearbeiten einzusetzen. In Foren deuteten Kund:innen an, dass einzelne Servicecenter die Transporter zugunsten des Air zurückgefahren hätten. Ein Nutzer berichtete im Oktober auf LucidForums, ein Servicemitarbeiter in Chicago habe ihm mitgeteilt, „dass der mobile Transporter Geschichte ist“. Das Unternehmen habe nun einen mobilen Lucid Air, der Teile liefern und kleinere Arbeiten erledigen könne – größere Eingriffe seien damit jedoch nicht möglich. Ob die bisherigen Transporter oder die Air-Fahrzeuge nach Einführung der neuen Gravity-Plattform im Einsatz bleiben, hat Lucid nicht kommentiert.

Lucid betreibt physische Servicecenter in Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten. Der Großteil befindet sich in den USA, wobei einige Standorte mit Lucid Studios – den Showrooms der Marke – kombiniert sind. In Kanada unterhält der Hersteller je ein Servicecenter in Vancouver und Montreal. In Europa verkauft Lucid Fahrzeuge in Deutschland, Norwegen, Schweden und den Niederlanden, eine weitere Expansion ist für dieses Jahr angekündigt.

Aktuell gibt es zwei europäische Servicecenter: eines in Hilversum in den Niederlanden, das gemeinsam mit einem Studio betrieben wird, und eines in Baden-Baden. Der deutsche Standort entstand in Partnerschaft mit Wackenhut – dem ersten Handelspartner von Lucid in Europa. Bis dahin hatte die Marke alle Standorte im Direktvertrieb geführt. Der Schritt hin zur Handelspartnerschaft spiegelt die bislang schwache Nachfrage nach Lucid-Modellen in Europa wider.

Quelle: Lucid – Pressemitteilung / eletric-vehicles.com – Lucid Launches Purpose-Built Mobile Service Unit with Gravity EVs

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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