Lucid Gravity: Elektrisches Luxus SUV testet auf öffentlichen Straßen

Lucid Gravity: Elektrisches Luxus SUV testet auf öffentlichen Straßen
Copyright:

Lucid

Hannes Dollinger
Hannes Dollinger
  —  Lesedauer 2 min

Der kalifornische Automobilhersteller Lucid Motors hat sich mit seinem ersten Modell, dem Elektroauto Lucid Air, bereits einen Namen gemacht. Mit einer Kombination aus 1111 PS und einer Reichweite von 900 Kilometern hat der Air die Automobilbranche aufhorchen lassen. Doch das Unternehmen will sich nicht auf den erreichten Lorbeeren ausruhen und plant bereits das nächste Modell. Es ist ein Luxus-SUV mit Elektroantrieb und Platz für bis zu sieben Passagiere und hört auf den Namen Gravity.

Der Gravity ist das nächste Highlight in Lucids ambitioniertem Plan. Angesiedelt in Newark, Kalifornien, hat Lucid Motors das Tesla Model X fest im Blick. Obwohl noch nicht viele Daten zum Gravity bekannt gegeben wurden, teils Lucid in einer Pressemitteilung nun mit, dass der Gravity auf öffentlichen Straßen in den USA getestet wird. Ab 2024 soll er dann zunächst in den USA und Kanada zu kaufen sein.

Das Unternehmen bezeichnet den Gravity als „SUV 2.0“ als Zeichen für das hohe Maß an Luxus, Innovation und Fortschritt, den das Fahrzeug verkörpern soll. Zum Beispiel mit dem sogenannten Space Concept, das den Innenraum maximieren soll, indem es den verkleinerten, aber leistungsstarken Elektroantrieb clever integriert. Ein Großteil des Daches wird wahrscheinlich auch beim Gravity aus Glas bestehen und den Eindruck eines offenen und geräumigen Innenraums noch verstärken.

Die Reichweite des Gravity soll zu den höchsten aller aktuell auf dem Markt befindlichen batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) gehören. Lediglich der Lucid Air könnte hier noch mithalten. Zum Vergleich: Selbst die Reichweite des Tesla Model S liegt bei „nur“ 634 Kilometer, der Mercedes-Benz EQS erreicht 684 Kilometer.

Über den Preis des Gravity ist noch nichts bekannt. Branchenkenner gehen von Preisen ab 80.000 US-Dollar aus, etwas weniger als bei der Luxus-Limousine Air, die ab gut 87.000 US-Dollar zu haben ist.

Die Einführung des Gravity zeigt, dass Lucid Motors nicht nur auf dem kurzfristigen Erfolg des Air ausruht. Mit Saudi-Arabien als Großinvestor im Rücken plant das Unternehmen sogar eine Fabrik in Saudi-Arabien, die perspektivisch 155.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren soll. Das Unternehmen zeigt mit seinen ehrgeizigen Zielen und der schnellen Umsetzung der Pläne, dass es sich ernsthaft auf dem Markt etablieren will. Die bisherigen Erfolge und die sichere Finanzierung durch Saudi-Arabien unterstreichen die langfristigen Ambitionen von Lucid Motors.

Neben dem Heimatmarkt Nordamerika und den Emiraten hat Lucid auch in Europa schon Fuß gefasst, mit Showrooms in München und Genf. Die Schweiz gilt dabei als besonders lukrativer Markt für die Luxusprodukte von Lucid. Mit dem Gravity könnte man dort einen weiteren Erfolg verbuchen.

Quelle: Pressemitteilung Lucid

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Hannes Dollinger

Hannes Dollinger

Hannes Dollinger schreibt seit Februar 2023 für Elektroauto-News.net. Profitiert hierbei von seinen eigenen Erfahrungen aus der Welt der Elektromobilität.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Lucid Motors News

Lucid plant Milliarden-Sparkurs nach hohen Verlusten

Lucid plant Milliarden-Sparkurs nach hohen Verlusten

Sebastian Henßler  —  

Lucid leitet nach hohen Verlustzahlen einen umfassenden Sparkurs ein und will mit einem Programm von 1,2 Milliarden Euro den Cashflow deutlich verbessern.

Saudi-Prinz kauft sich bei Lucid ein

Saudi-Prinz kauft sich bei Lucid ein

Arun Niemann  —  

Nach Insolvenzgerüchten steigt Alwaleed bin Talal bei Lucid ein. Das ist ein wichtiges Vertrauenssignal für den angeschlagenen E-Auto-Hersteller.

Lucid weist Gerüchte über Privatisierung und Insolvenz zurück

Lucid weist Gerüchte über Privatisierung und Insolvenz zurück

Laura Horst  —  

Lucid weist Gerüchte über eine mögliche Privatisierung oder einen Insolvenzantrag nach Chapter 11 zurück, nachdem die Aktie um 57 Prozent eingebrochen war.

Beauftragt Lucid Berater zur Restrukturierung?

Beauftragt Lucid Berater zur Restrukturierung?

Maria Glaser  —  

Berichten zufolge soll Lucid das Sanierungsunternehmen AlixPartners beauftragt haben, um die Unternehmenskrise zu bewältigen.

Lucid: Umfassende Umstrukturierung der Führungspositionen

Lucid: Umfassende Umstrukturierung der Führungspositionen

Maria Glaser  —  

Der US-amerikanische Autohersteller gab seine Q2-Produktions- und Auslieferungszahlen sowie personelle Änderungen bekannt.

Lucid streicht Jobs und zweite Produktionsschicht

Lucid streicht Jobs und zweite Produktionsschicht

Sebastian Henßler  —  

Lucid trennt sich von 18 Prozent der Belegschaft. Nach zwölf Prozent im Februar sind in diesem Jahr nun zusammen schon rund 2500 Stellen weggefallen.

Lucid: Neustart mit offenem Ausgang und Milliardenverlust

Lucid: Neustart mit offenem Ausgang und Milliardenverlust

Sebastian Henßler  —  

Lucid Motors meldet 851 Millionen Euro Verlust im ersten Quartal und setzt die Jahresprognose aus. Ein Sitzdefekt beim Gravity bremste alle Auslieferungen.