„Letzte Generation“ mit eigenem Stand bei der IAA?

„Letzte Generation“ mit eigenem Stand bei der IAA?
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Symbolbild | Andreas Stroh / Shutterstock.com

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

In drei Wochen beginnt in München die IAA Mobility. Rund um die Automobilmesse wird auch mit Protesten gerechnet – unter anderem von der sogenannten „Letzten Generation“. Die Klimaaktivisten haben in den vergangenen Monaten mit besonders aggressiven Protestmethoden auf sich aufmerksam gemacht – und sich damit auch einigen Unmut in Politik und Gesellschaft auf sich gezogen.

Nun will der Verband der Automobilindustrie (VDA) den Klimaaktivisten offenbar anbieten, einen eigenen Stand auf einer der Messeflächen in der Münchner Innenstadt zu erhalten, um dort den eigenen Standpunkt zu vertreten. Offenbar hofft der VDA mit diesem Kompromiss auch darauf, Blockaden oder Klebeaktionen durch die „Letzte Generation“ zu entgehen, berichtet die „Welt“.

Dialog statt Blockade?

Noch haben die Klimaaktivisten nicht auf diese Idee reagiert, eine offizielle Einladung steht offenbar ohnehin noch aus. Da die „Letzte Generation“ bei ihren Protesten eher auf Konfrontation statt Dialog setzt – anders als beispielsweise „Fridays for Future“, bleibt abzuwarten, ob sie ein derart deeskalierendes Angebot des VDA annehmen werden. An der Autoindustrie bemängeln Klimaaktivisten vor allem, dass klimaneutrale Mobilität nicht schnell genug vorangetrieben werde und man zu sehr an Verbrennermotoren festhalte.

Vor allem durch Festkleben auf Straßen macht die „Letzte Generation“ immer wieder auf sich aufmerksam. Dabei kam es zuletzt immer wieder zu Tumulten, weil aufgehaltene Autofahrer auf die Aktivisten losgingen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln zudem gegen die in ihren Augen womöglich kriminelle Organisation. Zahlreiche Mitglieder wurden bereits zu hohen Geld- oder mitunter auch mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt, lassen sich davon aber weitestgehend nicht beirren. Die Strafen werden wohl zu großen Teilen aus Spendengeldern beglichen, die der „Letzten Generation“ offenbar zufließen.

Mehr als eine Auto-Show

Die IAA soll keine reine Automobil-Show mehr sein, sondern sich umfassend mit dem Thema Mobilität beschäftigen. So spreche unter anderem Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz auf der Messe, auch andere Klimaaktivisten seien bereits als Redner vorgesehen oder als Standbetreiber eingeladen, heißt es. Vielleicht bestehen also gute Chancen, dass die Messe tatsächlich für den vernünftigen Austausch von Standpunkten genutzt werden könnte. Welche Rolle dabei die „Letzte Generation“ spielen wird, bleibt indes noch abzuwarten.

Quelle: Welt – „Autolobby lädt Letzte Generation zur IAA ein“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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