400 Schnellladepunkte für Rumänien, Slowakei und Ungarn bis 2025

400 Schnellladepunkte für Rumänien, Slowakei und Ungarn bis 2025
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

OMV Petrom, ein großes Energieunternehmen in Südosteuropa, will in den kommenden zwei Jahren mehr als 400 Hochleistungs-Ladepunkte für Elektroautos entlang der wichtigen Routen des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) in Rumänien, der Slowakei und Ungarn aufbauen.

Dafür hat die Unternehmensgruppe laut einer aktuellen Mitteilung bereits umfassende Förderzusagen bekommen: Die Gesamtinvestition in dieses Projekt wird auf etwa 40 Millionen Euro geschätzt, von denen etwa 15 Millionen Euro aus europäischen Fonds über die Connecting Europe Facility (CEF) bereitgestellt werden sollen. Fast 5 Millionen Euro des Gesamtbetrags stellen demnach Bankkredite der Banca Comercială Română dar, der Rest der Finanzierung werde aus eigenen Quellen bereitgestellt.

Das Projekt zielt darauf ab, bis Ende 2025 mehr als 400 Schnellladepunkte mit einer Leistung von jeweils bis zu 150 kW zu installieren. Davon sollen 328 an 80 Standorten in Rumänien, 52 an elf Standorten in der Slowakei und 28 Ladepunkte an sieben Standorten in Ungarn installiert werden. Mit 150 kW Ladeleistung können aktuelle Elektroautos innerhalb einer Viertelstunde ausreichend Energie für gut 200 Kilometer nachfassen.

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Dekarbonisierung des Transports und möchten ihnen so viele Mobilitätsoptionen wie möglich anbieten, unter anderem durch die Entwicklung der notwendigen Infrastruktur für alternative Mobilität“, sagt Radu Căprău, Mitglied des OMV Petrom-Vorstands. In den letzten drei Jahren habe das Unternehmen Ladeinfrastruktur hauptsächlich durch Partnerschaften installiert. „Jetzt machen wir einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung unseres eigenen Netzes von Ladestationen und tragen so dazu bei, Osteuropa über den TEN-T-Korridor zu verbinden.“

Dieses Projekt wird den Übergang zu einer dekarbonisierten Mobilität in ganz Europa weiter voranbringen“, sagt Richard Ferrer, Leiter des Teams Alternative Kraftstoffe bei der Europäischen Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA). Das Projekt werde allen Bürgern und Wirtschaftsteilnehmern zugute kommen, die ein nahtloses und miteinander verbundenes Netz für Elektrofahrzeuge nutzen. „Auf diese Weise wird es dazu beitragen, die Ziele des Europäischen Green Deal zu erreichen“, so Ferrer.

Quelle: OMV Petrom – Mitteilung vom 27.07.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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