Zahlreiche Kündigungen bei Magna in Österreich

Zahlreiche Kündigungen bei Magna in Österreich
Copyright:

Photofex_AUT / Shutterstock / 2289202327

Maria Glaser
Maria Glaser
  —  Lesedauer 2 min

Das Unternehmen Magna Steyr musste am österreichischen Standort Lannach 200 Mitarbeitende kündigen. Wegen der schlechten Auftragslage hat der Hersteller für Getriebe und Antriebssysteme Maßnahmen ergreifen müssen, so auch in dem steirischen Werk.

Nachdem im April bereits 500 Mitarbeitende aus dem Werk von Magna Steyr in Graz gekündigt wurden, muss das Unternehmen nun 200 weitere aus dem Werk Lannach in der Steiermark gehen lassen. Bereits im vergangenen Jahr wurden entsprechende Maßnahmen angekündigt. Es sei Führungskräften und Ingenieur:innen damals sogar nahegelegt worden, das Unternehmen freiwillig zu verlassen. So kamen die Entlassungen auch für den österreichischen Arbeitsmarktservice (AMS) kaum überraschend:

„Wir wissen von Magna Powertrain schon seit einiger Zeit, dass das Unternehmen einen Personalabbau durchführen muss. Wir haben auch die Größenordnung schon gewusst. Es sind jetzt 200 Personen – davon sind 90 Arbeiterinnen und Arbeiter – es sind ja fast nur Männer – und 110 Angestellte.“ – Karl Heinz Snobe, AMS-Chef Steiermark

Für das Straucheln des Herstellers Magna Steyr, der als Tochterunternehmen des nordamerikanischen Unternehmens Magna International u. a. Getriebe, Allrad-Antriebe und Motoren in Österreich produziert, gibt es verschiedene Ursachen. Während manche die Politik zur Verantwortung ziehen, sehen andere die nachlassende Wirtschaft und das stagnierende Geschäft mit Elektroautos als Problem.

Der Vorsitzende der FPÖ Steiermark, Mario Kunasek, sagte, dass die Kündigungen auf die Vernichtung des Wirtschaftsstandortes durch ÖVP und Grüne zurückzuführen seien, was jedoch nicht unwidersprochen blieb. Außerdem sollten in Lannach Elektromotoren für das US-Unternehmen Fisker hergestellt werden, das in diesem Jahr Insolvenz anmeldete.

Weitere Kündigungen von Magna sind derzeit nicht auszuschließen, da sich mit Jaguar und Ineos zwei große Kunden zunächst zurückgezogen haben.

Quellen: Kronen Zeitung – Magna Powertrain muss 200 Mitarbeiter kündigen // Der Standard – Magna Powertrain in Lannach kündigt 200 Mitarbeiter

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Multiplina: Fiat holt die Idee des Multipla von 1956 zurück

Multiplina: Fiat holt die Idee des Multipla von 1956 zurück

Sebastian Henßler  —  

Mit dem Multiplina zeigt Fiat ein Elektro-Leichtkraftfahrzeug, das auf nur 3,04 Metern Länge vier Personen Platz bietet und so die Lücke zum Pkw füllen soll.

GM: 20 Prozent mehr Reichweite mit Lithium-Mangan-Batterie

GM: 20 Prozent mehr Reichweite mit Lithium-Mangan-Batterie

Daniel Krenzer  —  

General Motors arbeitet an einer neuen Elektroauto-Plattform: 20 Prozent mehr Reichweite, günstigere Batterien und deutlich weniger Bauteile.

Verbrenner-Aus: Zwei EU-Ausschüsse stimmen für Lockerung

Verbrenner-Aus: Zwei EU-Ausschüsse stimmen für Lockerung

Arun Niemann  —  

In der EU nimmt die Lockerung der CO₂-Vorgaben für Neuwagen konkrete Formen an. Zwei Ausschüsse haben einen Kompromiss von EVP, S&D und Renew gebilligt.

Mercedes in der Krise: Källenius setzt auf Osteuropa und KI

Mercedes in der Krise: Källenius setzt auf Osteuropa und KI

Arun Niemann  —  

Mercedes verdient mit Pkw kaum noch Geld. Konzernchef Ola Källenius will unter anderem mit Kostensenkungen und stärkerer Osteuropa-Produktion gegensteuern.

Mercedes zahlt bis zu 330.000 Euro Abfindung auch in der Produktion

Mercedes zahlt bis zu 330.000 Euro Abfindung auch in der Produktion

Daniel Krenzer  —  

Mercedes-Benz weitet den Stellenabbau auf die Produktion aus. Beschäftigte können bis zu 330.000 Euro Abfindung erhalten. Der Sparkurs verschärft sich.

Neues Einstiegs-Elektroauto von Volvo startet 2027

Neues Einstiegs-Elektroauto von Volvo startet 2027

Sebastian Henßler  —  

Volvo will 2027 ein günstigeres Elektroauto für Europa vorstellen. Erste Auslieferungen sind nach dem Sommer geplant, parallel startet ein neues Sparprogramm.

Leapmotor-CEO: Europa-Werk „nicht primär“ wegen Zöllen

Leapmotor-CEO: Europa-Werk „nicht primär“ wegen Zöllen

Sebastian Henßler  —  

Mit dem B03 ist das Europa-Portfolio von Leapmotor komplett. CEO Danilo Annese berichtet über die Produktion in Spanien und erste Auslieferungen im Januar.