Die Wiederverwertung ausgemusterter E-Auto-Batterien ist im Sinne von Nachhaltigkeit und Effizienz sehr wünschenswert. In Südkorea haben Hyundai und Kia nun ein Pilotprojekt gestartet, in welchem versucht wird, alte E-Auto-Akkus rentabel als Pufferspeicher für Schnellladestationen wiederzuverwenden.
Dabei sollen Akkupacks aus E-Autos auf Basis der E-GMP-Plattform des Hyundai-Konzerns verwendet werden. Nach eigenen Angaben ist es das erste Projekt dieser Art in Südkorea und die Eröffnungsveranstaltung fand am 10. September im Werk von Wonik PNE südlich von Seoul statt.
Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach: Ein Used Battery Energy Storage System mit 200 kWh Kapazität speichert während der Schwachlastzeiten Energie und lädt E-Autos dann während der Spitzenlastzeiten mit Schnellladegeräten auf. So macht man sich die Schwankungen im Strompreis zunutze, um die Rentabilität des Pilotprojektes zu steigern.
Fünf Unternehmen, klare Rollenverteilung
Neben Hyundai und Kia sind auch noch LG Energy Solution, Hyundai Engineering und Wonik PNE am Projekt beteiligt. Die ersteren beiden wollen das zugrundeliegende Geschäftsmodell entwickeln. LG Energy Solution übernimmt die Fertigung der UBESS-Systeme aus den gebrauchten Akkus und unterstützt außerdem mit der eigenen Expertise bei der Überprüfung von Systemleistung und -sicherheit.
Hyundai Engineering ist derweil mit der Prüfung der Geschäftsentwicklung und der Verbindung zum bestehenden Ladeinfrastruktur-Geschäft betraut. Den Anlagenbetrieb und die technische Überprüfung selbiger übernimmt schließlich Wonik PNE als erfahrener Hersteller von Ladestationen.
Das Konzept, alte E-Auto-Batterien als stationäre Stromspeicher wiederzuverwenden, ist nicht wirklich neu. Porsche betreibt in seinem Leipziger Werk beispielsweise schon seit einer Weile einen Second-Life-Stromspeicher aus gebrauchten Taycan-Batterien. Auch Schnellladegeräte mit integriertem Batteriespeicher gibt es bereits. Neu am Pilotprojekt von Hyundai ist jedoch die Kombination gebrauchter Batterien in einem Speicher, welcher direkt mit einem Schnelllader gekoppelt ist.
So wird einerseits getestet, ob sich die gebrauchten E-GMP-Batterien tatsächlich für den Dauereinsatz als Speicher eignen, und andererseits, ob daraus ein wirtschaftliches Geschäftsmodell entstehen kann. Falls das Projekt erfolgreich ist, könnte der Pilot in Zukunft zu noch mehr Effizienz im E-Mobilitätssektor beitragen.
Quellen: electrive – Hyundai testet Batteriespeicher aus gebrauchten E-Auto-Akkus an Ladepunkt / Hyundai Motor Group – Hyundai Motor Group startet Pilotprojekt für UBESS aus gebrauchten E-Auto-Batterien








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