Großglockner wird Prüfstand für Keba-Ladelösung

Großglockner wird Prüfstand für Keba-Ladelösung
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Keba

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Keba, österreichischer Hersteller für Ladeinfrastruktur, hat auf der Großglockner Hochalpenstraße eine Schnellladestation installiert, die nicht nur für Pkw gedacht ist. Am Hochtor, auf 2504 Metern Höhe, wurde die Anlage gezielt auch für den Schwerlastverkehr erprobt. Ein Test mit einer vollelektrischen Sattelzugmaschine des Transportunternehmens Hofmann & Neffe lieferte wichtige Erkenntnisse: Die Station hielt über den gesamten Ladevorgang hinweg eine konstante Leistung von 160 kW. Gerade im alpinen Umfeld ist diese Stabilität entscheidend, weil sie Standzeiten verkürzt und Planbarkeit schafft.

Die Hochalpenstraße zählt zu den meistbefahrenen Panoramarouten Österreichs. Bereits heute stehen dort 14 Schnellladepunkte und 44 AC-Lademöglichkeiten bereit. Mit der neuen Station am Hochtor wird das Netz dichter und die Versorgung zuverlässiger, wie das Unternehmen mitteilt. Für Reisende bedeutet das, dass sie ihre Pausen sinnvoll nutzen können, ohne unnötige Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Betreiber Grohag reagiert damit auf die steigende Nachfrage und will Engpässe vermeiden.

Das Herzstück bildet die KeContact DCA10 von Keba. Zwei Ladepunkte gehören zur Ausstattung, bezahlt wird direkt am Gerät. In der Grundkonfiguration liefert sie 160 kW, bei Bedarf ist ein Ausbau auf 320 kW möglich. Damit eignet sich die Station für Autos unterschiedlichster Größe – vom Pkw bis zum E-Lkw.

Besonderes Gewicht erhielt der Test mit der Sattelzugmaschine. Fahrer und Werkstattleiter Charly Buchgeher hob hervor, dass die gleichmäßige Ladekurve entscheidend für den Alltag im Güterverkehr ist. Speditionen brauchen verlässliche Ladezeiten, um Umläufe exakt zu kalkulieren. Extreme Bedingungen wie Kälte, wechselnde Temperaturen und Höhenunterschiede machen eine stabile Ladeleistung wichtiger als kurzfristige Spitzenwerte. Das erfolgreiche Ergebnis zeigt, dass E-Lkw auch auf Bergstrecken praktikabel eingesetzt werden können.

Keba produziert die DC-Technik im Werk Oberlienz in Osttirol, nur eine Autostunde vom Hochtor entfernt. Die regionale Fertigung erleichtert Service und Logistik, während die Produkte europaweit genutzt werden.

Quelle: Keba – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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