GLS: Zwischenfazit der emissionsfreien Belieferung in Düsseldorf

GLS: Zwischenfazit der emissionsfreien Belieferung in Düsseldorf
Copyright:

GLS

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mitte Februar hatten wir in unserem Portal bereits auf ein aktuelles Projekt von GLS, zur emissionsfreien Belieferung in Düsseldorf hingewiesen. Einleitend hieß es damals: „Die Düsseldorfer Innenstadt kommt künftig mit bis zu 18 Tonnen CO2 jährlich weniger aus. Was daran liegt, dass GLS Germany in Düsseldorf schrittweise auf eine emissionsfreie Zustellung in der Innenstadt umstellt.“ Nun, gut vier Monate später wird ein erstes Fazit gezogen, welches wir dir nicht vorenthalten möchten.

Aktuell befindet man sich noch in der schrittweisen Umstellung auf eine komplett emissionsfreie Zustellung in der Innenstadt von Düsseldorf. Konkrete, weitere Schritte wurden mittlerweile benannt, um den Zeitrahmen bis Ende 2020 definiert abzubilden. Auch weiterhin wird das innenstadtnahen GLS-Depot Neuss sowie das City-Depot, das sich im Karstadt-Parkhaus in der Liesegangstraße befindet, eine entscheidende Rolle spielen. GLS kooperiert bei dem Projekt eng mit der Warenhauskette.

Gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf und den Stadtwerken hat man mittlerweile die Weichen gestellt, dass auch in der Innenstadt größere Elektro-Fahrzeuge aufgeladen werden können. Vor dem Parkhaus entstehen öffentlich zugängliche Ladeplätze mit einer Stromzapfsäule für zwei E-Fahrzeuge. Bisher hat GLS ihre eCrafter im Depot Neuss aufgeladen, die eBikes bekommen den Strom im Parkhaus, das nur mit Pkw oder kleineren Fahrzeugen befahrbar ist.

Im realen Alltagsbetrieb hat sich gezeigt, dass die reale Akku-Reichweite von 100 Kilometern der beiden eCrafter ausgereicht hat, um die täglichen Aufgaben zufriedenstellend hinter sich zzu bringen. Es gilt jedoch zu bedenken, dass deren Ladevolumen geringer ist, als bei herkömmlichen Transportern. Deshalb werden im Tagesverlauf Pakete am City-Depot nachgeladen. „So gleichen wir die geringere Ladungskapazität aus, ohne zusätzliche Kilometer zu fahren“, so Gero Liebig, Region Manager West der GLS Germany.

Bis Ende Juni 2019 wird die Flotte von derzeit zwei eCrafter auf acht erhöht. Gemeinsam mit zwei eBikes können dann täglich rund 1.500 Pakete emissionsfrei zugestellt werden – bisher waren es 400 pro Tag. Hierdurch wird es GLS möglich sein, ab Juli so jährlich mindestens 19 Tonnen CO2 im Innenstadtverkehr einzusparen. Neben eCrafter und eBikes prüft GLS derzeit intensiv die Einsatzmöglichkeiten weiterer eBike-Typen und anderer eFahrzeug-Varianten wie eCars oder eScooter für die Feinverteilung vom City-Depot aus.

Des Weiteren hat man sich entscheiden, um eine ganzheitliche emissionsfreie Zustellung darzustellen, künftig den emissionsfreien Strom für die eFahrzeuge selbst produzieren und zwischenspeichern. Möglichst noch 2020 soll dafür eine Photovoltaik-Anlage mit entsprechender Speichertechnologie im Depot Neuss entstehen.

Quelle: GLS – Pressemitteilung vom 17. Juni 2019

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Europa braucht mehr Mut, nicht mehr Verbrenner

Europa braucht mehr Mut, nicht mehr Verbrenner

Daniel Krenzer  —  

Wegen vermeintlichen Wählerwillens klammern sich politische Kräfte zunehmend an den Verbrenner. Doch das läutet den Tod der europäischen Automobilindustrie ein.

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

Daniel Krenzer  —  

T&E warnt: Weicht die EU das Verbrenner-Aus weiter auf, könnten 34 Batteriefabriken in Northvolt-Größe verloren gehen – ein Milliardendesaster.

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Wolfgang Gomoll  —  

Allein der Gedanke, chinesische Autos in deutschen Werken zu produzieren, schlägt derzeit hohe Wellen. Allerdings überwiegen die Chancen den Risiken.

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Kommentar: VDA-Alarm – legitime Sorge, fragwürdige Forderung

Sebastian Henßler  —  

Der VDA warnt vor 125.000 Jobverlusten und fordert Technologieoffenheit. Aber Europa und China kaufen E-Autos – wer profitiert dann von Verbrenner-Ausnahmen?

VDA: Technologieoffenheit könnte 50.000 Jobs retten

VDA: Technologieoffenheit könnte 50.000 Jobs retten

Sebastian Henßler  —  

Der VDA erwartet bis 2035 den Verlust von 225.000 Autojobs – 35.000 mehr als bisher. Neue Stellen entstehen zunehmend im Ausland statt in Deutschland.

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

200 Milliarden Euro: Europas Wette auf das E-Auto

Sebastian Henßler  —  

Europas Länder haben fast 200 Milliarden Euro in Elektromobilität investiert – mit dem klaren Ziel, die Abhängigkeit von China bei Batterien zu verringern.

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

EVP setzt sich in EU für Zukunft des Verbrenners ein

Daniel Krenzer  —  

Die konservativen politischen Kräfte setzen sich für weitere Lockerungen für Verbrenner sowie die dauerhafte Anerkennung von E-Fuels aus.