GCK Motorsport setzt auf Rallye Dakar-Autos mit Elektro- und Wasserstoffantrieb

GCK Motorsport setzt auf Rallye Dakar-Autos mit Elektro- und Wasserstoffantrieb
Copyright:

GCK Motorsport

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Nicht weniger als die „Revolutionierung des Offroad-Rennsports“ strebt das GCK Motorsport-Team an. Diese werden bereits in wenigen Monaten den vollelektrischen GCK e-Blast 1 bei der Dakar 2021 vorstellen; das zweite, dann wasserstoffbetriebene Fahrzeug wird 2024 auf die Straße kommen. Die ehrgeizigen Pläne für Rallye-Fahrzeuge mit Batterie beziehungsweise Wasserstoffantrieb seien die Antwort auf das Bestreben der Branche immer nachhaltigere Rennlösungen zu entwickeln.

Zur Unterstützung dieses Engagements für Zukunftstechnologien und einer langfristigen Vision für eine nachhaltigere Zukunft verpflichtet sich GCK Motorsport, alle seine Rennprojekte ausschließlich auf grüne Energie umzustellen, unabhängig vom Antriebsmodus, ob Wasserstoff oder vollelektrisch betrieben. Solange sich wasserstoffbetriebene Lösungen noch in der Entwicklung befinden, wird GCK Motorsport ab 2021 nur noch an Elektromotorsport-Meisterschaften teilnehmen.

Das Team wurde von dem französischen Rennfahrer, dem ehemaligen Freeski-Weltmeister, Unternehmer und Dakar-Veteran Guerlain Chicherit gegründet. Zudem wird GCK Motorsport von der hauseigenen Engineering- und Technologieabteilung GCK Technology und dem Anbieter grüner Energielösungen GCK Energy unterstützt. Mit dem GCK e-Blast 1 gehe das Team den ersten Schritt zur Förderung der Zukunft des Marathon-Rallyesports.

Denn der GCK e-Blast 1 wird umweltfreundliche, vollelektrische Technologie für den Langstrecken-Rallyesport einsetzen, um die GCK-Wasserstofflösung im weiteren Verlauf des Programms zu integrieren. Aufgrund der Parallelen in der technologischen Entwicklung zwischen beiden wird das Elektroprojekt die Grundlage für die Wasserstoff-Zukunft des GCK-Stromers bilden. Für den Rallyewagen habe man einen maßgeschneiderten elektrischen Antriebsstrang und ein Batterie-Pack entwickelt. Das Ganze hat man dann genommen und es in das Chassis, das 2018 die Rallye Dakar gewonnen hat, integriert.

„Wir freuen uns sehr, den GCK e-Blast 1 zu präsentieren, den ersten Schritt in das, was wir für die Zukunft des Langstrecken-Marathon-Rennsports halten: wasserstoffbetriebene Fahrzeuge. Unser Ziel ist es, ein umweltfreundliches, nur mit grüner Energie betriebenes Rallyeauto zu schaffen, das in der Lage sein wird, die Strecke zu bewältigen. Unsere Investitionen in die Wasserstofftechnologie werden es uns ermöglichen, in den Jahren 2023 bis 2024 das erste wasserstoffbetriebene Auto in Dakar zu fahren.“ – Eric Boudot, CEO von Green Corp Konnection und GCK Motorsport

Hinsichtlich seiner Leistung bringt es der GCK e-Blast 1 auf 250 kW, das entspricht 340 PS, mit einer Batterieleistung von 150 Kwh, um eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und ein maximales Drehmoment von 1000 Nm zu erreichen. Seine Weltpremiere wird das Fahrzeug bei der Rallye Dakar 2021 feiern. Zudem soll der GCK e-Blast 1 ab Januar auf dem Gelände rund um die Stadt Neom in Saudi-Arabien sowie bei weiteren Offroad-Rennen im Laufe des Jahres 2021 eingesetzt werden, um das Fahrzeug und die Technologie weiter zu optimieren. Parallel dazu wird GCK Motorsport seine wasserstoffbetriebene Lösung im Hinblick auf die Präsentation eines wasserstoffbetriebenen Fahrzeugs im Januar 2022 entwickeln, bevor es in den Jahren 2023 bis 2024 voll einsatzbereit sein wird.

Mit dem Ziel, die zermürbende Strecke der Dakar mit einem 2-Auto-Team bis 2024 zu bewältigen, wird GCK Motorsport seine grüne Renntechnologie auch anderen Teams kommerziell zur Verfügung stellen, die sich an der Langstrecken-Rallye versuchen und die Vision von GCK bei der Reduzierung ihrer Umweltbelastung teilen. „Ich habe daran gearbeitet, meine Leidenschaften für Motorsport und Technologie mit meiner Vision für eine nachhaltige Zukunft zu verbinden. Das Leben in den Alpen ist eine tägliche Erinnerung an die Schritte, die wir unternehmen müssen, um Spitzentechnologie zu entwickeln und unsere bestehenden Motorsportprojekte als Plattform zu nutzen, um einen nachhaltigen Wandel voranzutreiben“, fügte Guerlain Chicherit, Präsident von Green Corp Konnection und GCK Motorsport, in der entsprechenden Mitteilung hinzu.

Übrigens, wer sich für solche E-Rennen interessierte, der sollte sich ein wenig über die Extrem E informieren. Denn die ab 2021 startende Offroad-Rennserie für Elektro-SUVs Extreme E kommt immer wieder ins Gespräch. Zuletzt durch die Tatsache, dass man mittlerweile nicht nur auf ein radikales, 400 kW starkes Rallyefahrzeug blicken kann, sondern auch hochkarätige Fahrer vorzuweisen hat. Mittlerweile steht fest, dass die Rennsaison 2021 mit fünf Rennen auf vier Kontinenten beginnen wird.

Quelle: GKC Motorsport – Pressemitteilung per Mail

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Normale Reifen am E-Auto: Ein teurer Kompromiss

Normale Reifen am E-Auto: Ein teurer Kompromiss

Sebastian Henßler  —  

Drei Viertel der E-Fahrer:innen kennen EV-Reifen, aber kaum jemand fühlt sich beim Kauf gut informiert. Drei Mythen über Reifen erklären, warum das so ist.

Peking bremst Preiskampf, doch für Europa wird es nicht leichter

Peking bremst Preiskampf, doch für Europa wird es nicht leichter

Daniel Krenzer  —  

China will den ruinösen Preiskampf auf dem Automarkt eindämmen. Für europäische Hersteller wird es dennoch nicht leichter – im Gegenteil.

Schaeffler bekennt sich zu Technologieoffenheit

Schaeffler bekennt sich zu Technologieoffenheit

Daniel Krenzer  —  

Schaeffler setzt bei der Mobilität der Zukunft auf Elektromobilität, hält sich aber auch Wasserstoff und Brennstoffzellen offen.

Supercredits statt Strafzahlungen? Das sagen die Hersteller

Supercredits statt Strafzahlungen? Das sagen die Hersteller

Daniel Krenzer  —  

Europäische Hersteller sprechen sich mehrheitlich für Einführung von Supercredits für kleine und in Europa produzierte E-Autos aus.

„Carspreading“ frisst europaweit Millionen von Parkplätzen

„Carspreading“ frisst europaweit Millionen von Parkplätzen

Michael Neißendorfer  —  

Neuwagen wachsen jährlich um 1,2 cm in der Länge. Allein London und Berlin drohen deshalb, jeweils über 100.000 Parkplätze zu verlieren.

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Schwellenländer ziehen an, USA fallen zurück: 2026 fährt jeder vierte Neuwagen elektrisch

Tobias Stahl  —  

Laut BloombergNEF fährt 2026 bereits jeder vierte Neuwagen elektrisch. Bis 2035 soll der Anteil auf über 50 Prozent steigen – doch einzelne Länder könnten zurückfallen.

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Automechanika Frankfurt: Aftermarket im Aufbruch

Sebastian Henßler  —  

Die Automechanika Frankfurt öffnet im September ihre Tore. 4500 Aussteller, neue KI-Formate und ein Rekord bei den Innovation Awards erwarten die Branche.