Fortum eröffnet größte hydrometallurgische Batterierecycling-Anlage Europas

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Fortum

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Fortum, ein führendes europäisches Energieunternehmen und ein Vorreiter bei Recyclingtechnologien für Batterien, hat in Harjavalta, Finnland, eine laut eigener Aussage „hochmoderne“ hydrometallurgische Recyclinganlage für Batteriematerialien in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen zu verstehen gibt soll das neu errichte Hub dazu dienen, die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Sekundärbatteriematerialien zu decken und gleichzeitig die Abhängigkeit Europas von importierten kritischen Batterierohstoffen zu verringern.

Tero Holländer, Head of Business Line Batteries bei Fortum Battery Recycling, äußert sich hierzu wie folgt: „Mit unserer modernen, CO₂-optimierten hydrometallurgischen Anlage in Harjavalta können wir auf nachhaltige Weise die Materialien für neue Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge und industrielle Anwendungen produzieren, die dringend benötigt werden. Dank der modernen hydrometallurgischen Technologie von Fortum Battery Recycling können 95 Prozent der Metalle aus der schwarzen Batteriemasse wiedergewonnen und in den Materialkreislauf zur Herstellung neuer Lithium-Ionen-Batteriechemikalien zurückgeführt werden.“

Fortum

Fortum stellt bereits heute mit der Anlage Nickel- und Kobaltsulfate her und erfüllt damit aktuelle Kundenspezifikationen. Die hydrometallurgische Anlage in Harjavalta wurde nach den höchsten Sicherheitsstandards für Mensch und Umwelt entwickelt und gewährleistet eine niedrige CO₂-Bilanz bei maximaler Recyclingeffizienz. Relevant ist auch die Tatsache, dass Fortum mit seiner neuen Anlage ermöglicht, einen geschlossenen Kreislauf für das Batterierecycling in Europa anzubieten.

„Aufgrund der beschleunigten Energiewende wird die Nachfrage nach recycelten Batteriematerialien innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre weiter drastisch ansteigen. Gleichzeitig fordert die neue EU-Batterieverordnung von Batterie-, Elektronik- und Automobilherstellern, den Recyclatanteil in Batterien schrittweise zu erhöhen. Das bedeutet, dass sich Hersteller schon jetzt auf die gesetzlichen Änderungen vorbereiten müssen, denn vorgeschriebene Mindestquoten für recycelte Batteriematerialien wie Kobalt, Nickel und Lithium treten bereits ab 2026 in Kraft“, so Holländer weiter.

Fortum profitiert auch künftig von der steigenden Nachfrage nach Batterien und somit wiederum nach kritischen Rohstoffen. Recycling ist ein wichtiger Baustein der Zukunft, um diesen Bedarf zu decken und die Dekarbonisierung voranzutreiben. Deswegen werden auch weitere Expansionsmöglichkeiten für Fortums Aktivitäten in weiteren europäischen Regionen stetig untersucht.

Quelle: Fortum – Pressemitteilung vom 27. April 2023

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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