Fiat Tris: Elektro-Dreirad für die letzte Meile

Fiat Tris: Elektro-Dreirad für die letzte Meile
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Für Handwerksbetriebe und Lieferdienste entscheidet bei der Elektrifizierung weniger der Antrieb als das Einsatzprofil. Fiat Professional bringt zur IAA Transportation in Hannover deshalb drei Baugrößen mit, die zusammen ein breites Spektrum abdecken: vom 3,17 Meter kurzen Dreirad für die Altstadt bis zum Großraumtransporter, der elektrisch 424 Kilometer weit kommt. Neben den beiden Neuheiten rückt die Marke den Ducato in den Mittelpunkt ihres Auftritts.

Den Auftakt macht der Tris, ein elektrisch angetriebener Kleinsttransporter auf drei Rädern. Er zielt auf Zustellungen dort, wo klassische Transporter an ihren Abmessungen scheitern: in schmalen Altstadtstraßen und dicht bebauten Gewerbevierteln. Eine Länge von 3,17 Metern und ein Wendekreis von knapp über sechs Metern sind dafür die entscheidenden Werte. Mit dem Elektroantrieb überträgt die Marke einen Ansatz auf den gewerblichen Transport, den sie im Pkw-Segment seit Jahren verfolgt. Entworfen wurde das Modell vom Centro Stile in Italien.

Bei den Nutzdaten bleibt der Kleinsttransporter im urbanen Rahmen. Die Reichweite gibt Fiat Professional mit bis zu 90 Kilometern nach WMTC-Zyklus an, die Nutzlast mit 430 Kilogramm. Zwei Europaletten finden im Kofferaufbau Platz. Nach Hannover reisen zwei Varianten, eine geschlossene und eine als Pickup, gedacht für kleine Betriebe und Gewerbetreibende auf der „letzten Meile“.

Eine Klasse darüber rangiert der neue Doblò EasyPRO. Der kompakte Transporter richtet sich an gewerbliche Nutzer:innen, für die Vielseitigkeit, Robustheit und Kosteneffizienz zählen. Angeboten wird er in zwei Aufbaulängen, die Nutzlast reicht von 650 Kilogramm bis zu einer Tonne, das Ladevolumen wächst auf maximal 4,4 Kubikmeter. Vollelektrisch sind nach Herstellerangaben 270 Kilometer möglich, daneben stehen Benzin- und Dieselmotoren im Programm. Eine Mild-Hybrid-Option soll das Angebot künftig ergänzen.

Wenn die Fahrerkabine zum mobilen Büro wird

Im Innenraum setzt der Hersteller auf Umbaubarkeit. Die Fahrerkabine wurde neu gestaltet und rückt Funktionalität und Ergonomie in den Vordergrund. Das Flexiseat-System erlaubt es, den Beifahrersitz umzuklappen und so zusätzliche Ladekapazität zu gewinnen. Die optionale Moduconsole besteht aus einer abnehmbaren, anpassbaren Mittelkonsole, einem Getränkehalter und einem geschlossenen Stauraum, womit sich der Arbeitsplatz hinter dem Lenkrad neu ordnen lässt. Auch die Frontpartie wurde überarbeitet und ist nach Angaben des Unternehmens auf Langlebigkeit ausgelegt.

Das größte Modell der Palette begeht in diesem Jahr ein Jubiläum: Der Ducato wird 45 Jahre alt. Seit dem Marktstart 1981 sind mehr als 3,5 Millionen Einheiten produziert worden, über Generationen hinweg genutzt von Handwerksbetrieben, Unternehmen und Fuhrparkbetreibern. Damit zählt der Großraumtransporter zu den gefragten Baureihen im europäischen Markt für leichte Nutzfahrzeuge. In elektrischer Ausführung erreicht er als E-Ducato bis zu 424 Kilometer nach WLTP-Zyklus.

Für Flotten mit besonderen Anforderungen stellt die Marke in Hannover zusätzlich das CustomFit-Programm vor. Es bündelt zertifizierte Um- und Ausbaulösungen sowie Möglichkeiten zur Individualisierung, die gemeinsam mit einem Netzwerk spezialisierter Partner entstehen. Viele dieser Varianten lassen sich auch auf dem E-Ducato aufbauen.

Wirtschaftlich bewegt sich die Nutzfahrzeugsparte derzeit im Plus. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 legten die Neuzulassungen um rund fünf Prozent zu, europaweit stieg der Absatz von 87.600 auf 91.900 Einheiten. Als wichtigen Faktor für diese Entwicklung nennt das Unternehmen den Ducato.

Quelle: Fiat Professional – Pressemeitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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