Fiat bringt dreirädrigen Elektro-Transporter Tris nach Europa

Fiat bringt dreirädrigen Elektro-Transporter Tris nach Europa
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Stellantis

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 4 min

Statt klassischen Kastenwagen zieht auf der Automesse in Brüssel bei Stellantis Pro One, der Geschäftseinheit von Stellantis für Nutzfahrzeuge, ein vollelektrischer Kleinsttransporter mit drei Rädern die Blicke auf sich: Der Fiat Professional Tris, der dort sein Europadebüt feiert. Mit 500 kg Nutzlast und kompakten Abmessungen ergänzt das vollelektrische Konzeptfahrzeug die Modellpalette von Stellantis Pro One. Ähnlich wie der Citroën Ami Cargo und der Opel Rocks mit Kargo Kit ist der Tris speziell auf die Anforderungen der urbanen Mobilität und Herausforderungen bei der Zustellung auf der letzten Meile abgestimmt.

Insgesamt werden am Stand sieben Modelle ausgestellt­ – von Mikromobilität bis zum großen Transporter: der Peugeot Partner in Langversion und der Citroën Berlingo in der XTR-Sonderserie als Vertreter der kompakten Kastenwagen, der Opel Vivaro in der Sportive-Sonderserie als Vertreter der mittelgroßen Kastenwagen, der Fiat Ducato als verblechter Kastenwagen und der Citroën Jumper als Pritschenwagen mit Doppelkabine als Vertreter der großen Kastenwagen und schließlich die beiden Mikromobilitätslösungen Citroën Ami Cargo und der neue Fiat Professional Tris.

Der Tris will eine Antwort auf die schnell wachsende Nachfrage nach Lieferlösungen für die letzte Meile sein. Entwickelt vom Stellantis Design Centre in Italien, wurde er vor wenigen Monaten in Marokko eingeführt. In diesem Jahr folgen einige der europäischen Märkte, beginnend in Italien.

Mit einer Reichweite von bis zu 90 km, seiner Leichtbauweise und niedrigen Betriebskosten verfügt der Tris über eine Nutzlast von maximal 540 kg und eine Ladefläche von ca. 2,25 Quadratmetern, auf der eine Standard-Europalette Platz findet. Er ist in drei Konfigurationen erhältlich – Fahrgestellkabine, Pritsche und Pick-up – und bietet dank des CustomFit-Programms des Herstellers zahlreiche Personalisierungsoptionen.

Das Design des Tris legt den Fokus auf Benutzerfreundlichkeit: Er ist einfach zu fahren, ohne Kupplung oder Getriebe, und verfügt über eine integrierte Ladefunktion mit eingebautem 220-V-Stecker (Herstellerangabe), sodass kein externes Ladegerät erforderlich ist. Das auf Langlebigkeit ausgelegte Chassis und die röhrenförmige Struktur sind mit einer Zinkbeschichtung in Automobilqualität vor Korrosion geschützt. Full-LED-Beleuchtung an Front und Heck sorgt für gute Sicht und Sichtbarkeit und damit Sicherheit.

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Seine kompakte Größe – nur 3,17 Meter Länge – in Kombination mit einem engen Wendekreis von knapp über sechs Metern ermöglicht müheloses Navigieren durch enge Straßen. Auch die Stromversorgung ist durchdacht: Ein USB-C-Anschluss und eine 12-V-Steckdose ermöglichen das Laden von Geräten unterwegs. Die Lithium-Batterie mit einer Kapazität von 6,9 kWh bietet eine homologierte Reichweite von 90 km und gewährleistet damit ausreichende Autonomie für den täglichen professionellen Einsatz. Dank des integrierten intelligenten Ladesystems kann der Tris über eine normale Haushaltssteckdose in 4 Stunden und 40 Minuten vollständig aufgeladen werden. Das serienmäßige regenerative Bremssystem maximiert die Reichweite und verringert den Energieverbrauch im Alltag.

Angetrieben wird der Tris von einem 48-Volt-Elektromotor mit 9 kW Spitzenleistung und einem maximalen Drehmoment von 45 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h, ein modernes digitales Kombiinstrument liefert alle wichtigen Fahrinformationen.

Zum Thema Mikromobilität zeigt der Stand außerdem zwei Citroën Ami Cargo-Modelle, von denen eines auf der Pritsche eines Citroën Jumper mit Doppelkabine präsentiert wird, um die kompakten Abmessungen, die Wendigkeit und die Praxistauglichkeit hervorzuheben, trotz eines Nutzvolumens von über 400 Litern und einer maximalen Nutzlast von 140 kg.

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Besucherinnen und Besucher können zudem zwei weitere Sondereditionen entdecken: Der Citroën Berlingo XTR für B2B-Kunden, erhältlich als Verbrenner und Elektrofahrzeug, serienmäßig mit der Extenso-Kabine ausgestattet, die Platz für drei Vordersitze in mehreren Konfigurationen bietet. Ebenfalls zur Ausstattung gehören Eco-LED-Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen in Onyx Schwarz und zwölf Näherungssensoren für mehr Sicherheit. Das Ladevolumen von bis zu 3,3 m³ kann über die Extenso-Kabine um 0,5 m³ erweitert werden, die Nutzlast liegt zwischen 650 kg (Diesel) und 800 kg (Elektro).

Der Opel Vivaro Electric Sportive, angetrieben von einem 100-kW-Elektromotor mit bis zu 349 km WLTP-Reichweite. Schwarz-gelbe Aufkleber, LED-Scheinwerfer und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen unterstreichen die sportliche Optik, während das Dynamic Surround View-Paket mit zwei Kameras plus digitalem Rückspiegel für zusätzliche Sicherheit sorgt.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 09.01.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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