Fastned erhöht Preise auf 0,69 Euro pro kWh

Fastned erhöht Preise auf 0,69 Euro pro kWh
Copyright:

Fastned

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Fastned konnte sich gegen den Anstieg der Strompreise auf dem Großhandelsmarkt zunächst durch den Verkauf von Gutschriften für erneuerbare Energien (HBEs) absichern. Doch dies reicht anscheinend nicht mehr aus, um profitabel zu wirtschaften. Aus diesem Grund hat sich Fastned entschlossen den Verkaufspreis pro Kilowattstunde anzuheben. Künftig zahlen E-Autofahrer an Fastned-Ladestationen, ab dem 11.11.2021, 0,69 Euro pro kWh. .

Eine solche Entwicklung war schon bei Bekanntgabe der Quartalszahlen 03/2021 absehbar und wurde entsprechend kommuniziert. Ob es sich dabei um eine dauerhafte Erhöhung oder den Übergang zu einer dynamischeren Preisstrategie handelt, um die Preisentwicklung auf dem europäischen Stromgroßhandelsmarkt zu berücksichtigen, steht noch offen. Festhalten lässt sich jedoch, dass die fünf Jahre zuvor der Strompreis stabil gehalten werden konnte.

„Wie Sie wahrscheinlich den Nachrichten entnommen haben, sind die Energiepreise in den letzten Monaten in ganz Europa auf ein noch nie dagewesenes Niveau gestiegen. Bisher konnten wir diese Preiserhöhungen auffangen. Jetzt mussten wir uns jedoch dazu entschließen, unsere Preise in bestimmten Ländern ab dem 11. November zu erhöhen. Dies tun wir nicht gern. Wir sind sogar sehr stolz darauf, dass wir unsere Preise seit fünf Jahren konstant halten konnten und gleichzeitig unser Netzwerk erweitert und vielerorts schnellere Ladesäulen installiert haben, die Ihren Ladestopp immer komfortabler machen. Aber damit wir weiter so investieren können, ist es wichtig, dass wir auf diese neuen Gegebenheiten reagieren.“ – Fastned

Zumindest teilen die Niederländer noch am Rande mit, dass man diese „Preisstruktur erneut überprüfen, wenn sich die Situation ändert.“ Doch eins ist eigentlich auch klar, einmal angehobene Preise werden nicht mehr zu ihrer Herkunft zurückkehren. Dies ist sehr schwer vorstellbar. Im direkten Vergleich zum europäische Schnellladesäulen-Betreiber Ionity, mit 79 Cent pro kWh, schneidet man immer noch ein weniger günstiger ab, wenn man bei Fastned lädt.

Das niederländische Unternehmen hebt ab Anfang Dezember zudem die Preise für sogenannte Gold Member von 0,35 auf 0,45 Euro/kWh am. Die monatliche Grundgebühr für das Abo bleibt laut Emobly unverändert bei 11,99 Euro.Die Mindestvertragslaufzeit bei Fastend beträgt nur einen Monat. Noch Mai stand uns der Fastned-CEO Rede und Antwort und gab über seine Vision für die Zukunft folgendes zu verstehen:

„Wenn die richtigen Standorte zur Verfügung stehen, werden wir entlang der Autobahn Ladestationen mit Dutzenden von Schnellladepunkten bauen, an denen man in nur 15 bis 20 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite aufladen kann. Wir wollen, dass Fahrer von Elektroautos das gleiche Erlebnis haben wie Fahrer von Verbrennern. Das heißt: bequeme Durchfahrstationen ohne viel Rangieren, mit einem Dach zum Schutz vor Regen, einem Shop mit zeitgemäßem Angebot und sanitären Anlagen.“

Quelle: Fastned – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Pierburg zeigt Ladebordstein für Flotten und Kommunen

Pierburg zeigt Ladebordstein für Flotten und Kommunen

Sebastian Henßler  —  

Rheinmetalls Tochterunternehmen Pierburg erweitert sein Portfolio um eine robuste Gusseisen- und eine überfahrbare 22-kW-Ladebordstein-Variante für Flotten.

VW-Konzern startet Vehicle-to-Grid in Deutschland

VW-Konzern startet Vehicle-to-Grid in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Elli bringt Vehicle-to-Grid zur Marktreife. Wallbox, Tarif und App sollen das bidirektionale Laden in Deutschland für Privatkunden alltagstauglich machen.

Zu viel Gegenverkehr: Deutschlands Mobilitätswende stockt

Zu viel Gegenverkehr: Deutschlands Mobilitätswende stockt

Sebastian Henßler  —  

Wo steht Deutschland bei Energie- und Verkehrswende wirklich? Beim Wirelane-Jubiläum in München lieferte ein hochkarätiges Panel klare unbequeme Antworten.

Wie Nissan das Laden von Elektroautos neu denkt

Wie Nissan das Laden von Elektroautos neu denkt

Sebastian Henßler  —  

Nissan leitet in Großbritannien das Forschungsprojekt SUITE, das Solar, KI und bidirektionales Laden zu einem integrierten Elektroauto-System bündeln soll.

Alpitronic ermöglicht E-Auto laden auf Megawatt-Niveau

Alpitronic ermöglicht E-Auto laden auf Megawatt-Niveau

Sebastian Henßler  —  

Alpitronics HYC1000 schafft bis zu 1 MW über CCS2. Damit sollen Ladestopps auf der Autobahn künftig so kurz ausfallen wie ein klassischer Tankstopp.

VW kappt Schnittstellen: Energiewende unter Druck?

VW kappt Schnittstellen: Energiewende unter Druck?

Sebastian Henßler  —  

Wer entscheidet über die Daten des eigenen E-Autos? VW hat darauf eine klare Antwort gegeben – und dabei offenbar EU-Vorgaben übergangen.

Warum bidirektionales Laden die Nutzer noch nicht überzeugt

Warum bidirektionales Laden die Nutzer noch nicht überzeugt

Sebastian Henßler  —  

Eine neue Uscale-Studie zeigt: Bidirektionales Laden stößt auf Interesse, aber nur 17 Prozent der E-Auto-Fahrer:innen würden wirklich investieren.