eVito von Mercedes-Benz Vans kommt mit 150 Kilometer elektrischer Reichweite

eVito von Mercedes-Benz Vans kommt mit 150 Kilometer elektrischer Reichweite
Copyright:

Daimler AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Nach der IAA Nutzfahrzeuge soll der eVito bereits in Kundenhand übergehen. Mit dem neuen eVito bringt Mercedes-Benz Vans ein E-Transporter auf den Markt, der sowohl hinsichtlich Reichweite, als auch Laderaumkapazität zu überzeugen weiß. Insbesondere bei Handwerkern und Servicetechnikern wird das Fahrzeug nach Aussage des Unternehmens Anklang finden. Gut 150 Kilometer rein elektrische Reichweite bringt der eVito mit sich, gespeist wird der Transporter aus einer 41 kWh großen E-Batterie. Diese soll selbst bei ungünstigen Rahmenbedingungen eine Reichweite von 100 Kilometern zur Verfügung stellen.

Nach sechs Stunden Ladezeit steht die volle Reichweite wieder zur Verfügung. Der elektrifizierte Transporter wurde maßgeschneidert für den urbanen Einsatz aufgebaut. So lässt sich die Höchstgeschwindigkeit an den jeweiligen Einsatzzweck anpassen. Ist der eVito vorwiegend im innerstädtischen Bereich unterwegs, schont eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h die Energiereserven und vergrößert die Reichweite. Alternativ lässt sich eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h konfigurieren.

Für den Einsatz im Service- beziehungsweise Handwerkerbereich spricht die Möglichkeit, dass der eVito mit zwei unterschiedlichen Radständen geordert werden kann. Die Basisversion mit einer Gesamtlänge von 5140 Millimetern verfügt über eine maximale Zuladung von 1.073 Kilogramm und damit auf dem Niveau des Vito mit klassischem Antrieb. Die extralange Version kommt auf 5370 Millimeter. In seinem großzügigen Laderaum lassen sich Waren und Güter bis zu einer Zuladung von 1.048 Kilogramm unterbringen. Das maximal zulässige Gesamtgewicht beträgt 3.200 Kilogramm.

Die bereits erwähnten Batterien wurden so verbaut, dass diese dem Ladevolumen von 6,0 beziehungsweise 6,3 m³ nicht zum Nachteil werden. Die Energiespeicher sind unter dem Fahrzeug angebracht und schränken den Laderaum somit in keinster Weise ein. Und keine Sorge, der eVito weiß nicht nur im Sommer zu überzeugen.

Bei einer umfassenden Wintererprobung hat er seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius, Schnee und vereisten Straßen wurden Handling, Effizienz, Ergonomie und Komfort bei Extrembedingungen unter die Lupe genommen. Die Tests deckten auch das Lade- und Fahrverhalten bei Kälte sowie die Kälteabsicherung der Antriebskomponenten und der Software ab.

„Ein lokal emissionsfreier Fuhrpark, der trotzdem alle Erwartungen an Alltagstauglichkeit, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllt: Der eVito löst diese scheinbaren Gegensätze auf. Wir stehen an der Spitze dieser Entwicklung, werden das Momentum nutzen, mit dem eSprinter nachlegen und mittelfristig das gesamte Transporterportfolio mit einem batterieelektrischen Antrieb ausstatten. Denn wir wollen, dass die Entscheidung für eine bestimmte Antriebsvariante vom jeweiligen Einsatzzweck bestimmt wird und nicht von der Verfügbarkeit der passenden Fahrzeugklasse.“ – Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans

Wie bereits berichtet, werden bis Jahresende 100 eVito ihren Dienst bei Amazons Lieferpartnern antreten. Amazon erhofft sich durch den Einsatz der Fahrzeuge von Mercedes-Benz den Kraftstoffverbrauch zu minimieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.

Quelle: Daimler AG – Pressemitteilung vom 02.07.2018

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.