Entwicklung des Porsche 911 mit Hybridantrieb erfolgreich abgeschlossen

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Der erste Porsche 911 Straßensportwagen mit Hybridantrieb steht in den Startlöchern. Nach einem umfangreichen Entwicklungs- und Erprobungsprogramm ist der neue 911 mit einem auf Performance ausgelegten Hybridantrieb bereit für seine Serienfertigung, wie Porsche in einer aktuellen Mitteilung schreibt.

Erstmals in der mittlerweile 61-jährigen Geschichte unserer Ikone verbauen wir einen Hybridantrieb in einem Straßen-Neunelfer. Dieser neuartige Performance-Hybrid macht den 911 noch dynamischer“, sagt Frank Moser, Leiter der Baureihen 911 und 718. „Bei der Entwicklung haben wir nichts dem Zufall überlassen und den neuen 911 unter allen möglichen Bedingungen rund um den Globus erprobt. Bei klirrender Kälte oder bei großer Hitze, wie bei unserer Abschlusserprobung in Dubai“.

Insgesamt haben die Ingenieure und Testfahrer dabei mehr als fünf Millionen Erprobungs-Kilometer abgespult. Eine besondere Bedeutung bei der Entwicklung des 911 kommt seit jeher der Erprobung und Abstimmung auf der Nürburgring-Nordschleife zu. Im Rahmen von Performance-Tests umrundete Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister die Strecke in 7:16,934 Minuten – 8,7 Sekunden schneller als die entsprechende Variante des Vorgängermodells. Das Erprobungsfahrzeug war mit serienmäßiger Bereifung und dem seit mehreren Modell-Generationen optional erhältlichen Aero-Kit mit feststehendem Heckflügel ausgestattet, das für gesteigerten Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten sorgt.

Der neue 911 ist auf der Rennstrecke deutlich schneller geworden. Wir haben mehr Grip, deutlich mehr Leistung und das spontane Ansprechverhalten des Performance-Hybrids ist ein großer Vorteil“, sagt Markenbotschafter Bergmeister.

Knackt der 911 Hybrid die 700 PS?

Porsche-CEO Oliver Blume ließ bereits vor einiger Zeit verlauten, dass das Hybridsystem des 911 von dem des Le Mans-Rennwagens 919 Hybrid der Sportwagenklasse LMP1 inspiriert sei. Dieser wiederum mobilisiert 370 kW (503 PS) aus einem aufgeladenen V4-Ottomotor auf der Hinterachse und 294 kW (400 PS) über einen Elektromotor an der Vorderachse. So viel brachiale Power wird der 911er sicherlich nicht unter die Haube bekommen, als fast schon gesetzt allerdings gilt, dass der 911 Hybrid die Marke von 700 PS knacken wird.

Genaue Daten und technische Details hat Porsche bislang noch nicht verraten. Am Nachmittag des 28. Mai wissen wir mehr – dann feiert der neue 911er seine Weltpremiere.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung vom 13.05.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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MMM:

Brachiale zweitürige Machokisten müssen aber vor allem eines sein: leicht. Sowas kann keine 2 Tonnen wiegen, das ist absurd. 1300 kg – damit könnte man leben.

Aber mit mindestens 400 kg Batterien (meistens mehr) an Bord wird das nichts mehr.
Die brachiale zweitürige Machokiste bleibt aktuell ein Wunschtraum.

Peter Bigge von Berlin:

Wir reden über brachiale zweitürige Machokisten, nicht über weichgekochte Pampersbomber mit Isofixhalterungen, und mit möglichst wenig alltagstauglichen Komforteigenschaften :-)
Schnell und noch schneller können bereits viele, 911 heißt heissblütiger Charakter.

Spiritogre:

Ist der Taycan kein „Sportstromer“? Für mich ist der Taycan das geilste Elektroauto auf dem Markt. Und dazu technisch und qualitativ einfach Jahre vor den Chinesen.

Peter Bigge von Berlin:

Kommt mindestens 20 Jahre zu spät und ist völlig überflüssig.
Jetzt hätte Porsche die Gelegenheit gehabt den ersten dollen Sportstromer auf die Räder zu stellen, nun werden es wohl die Asiaten hinbekommen müssen.
Schade, bei der Historie vom 911er.

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