EnBW setzt KI gegen Probleme an Ladestationen ein

EnBW setzt KI gegen Probleme an Ladestationen ein
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Wer an einer EnBW-Ladestation nicht weiterkommt, kann sich künftig rund um die Uhr von künstlicher Intelligenz helfen lassen. Der Energieversorger hat eine KI-Ladeassistenz gestartet, die Fahrende von Elektroautos direkt am Telefon bei Problemen während des Ladens unterstützen soll. Sie ist dem bisherigen technischen Support vorgeschaltet und zunächst auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Die KI kann unter anderem dabei helfen, die betreffende Ladestation und den Ladepunkt zu identifizieren, einen Ladevorgang zu starten oder eine alternative Lademöglichkeit in der Nähe zu finden. Auch bei Problemen mit Ladekarte oder App soll sie weiterhelfen. Nach Angaben von EnBW werden bereits rund zwei Drittel der Anfragen direkt im Gespräch mit der KI bearbeitet. Bei komplexeren Problemen bleibt der menschliche technische Support zuständig.

„Qualität zeigt sich nicht nur beim Laden selbst, sondern auch dann, wenn einmal etwas nicht wie geplant funktioniert“, sagt Lars Jacobs, Chief Commercial Officer E-Mobility bei EnBW. Mit der KI-Ladeassistenz erhielten Kunden sofort Unterstützung und in vielen Fällen direkt eine Lösung. Perspektivisch will das Unternehmen den Funktionsumfang erweitern.

KI kommt auch andernorts zum Einsatz

Ganz neu ist automatisierte Hilfe bei EnBW allerdings nicht. Bereits zuvor führte das Unternehmen mit dem sogenannten E-Bot eine digitale Unterstützung in seiner mobility+-App ein. Dieser führt Nutzer bei Problemen durch die Störungsanalyse und kann beispielsweise einen Neustart der Ladestation anstoßen oder zu einem alternativen Ladepunkt führen.

Auch andere Unternehmen setzen KI rund um Ladeinfrastruktur bereits ein, meist allerdings eher im Hintergrund. ChargePoint nutzt die Technologie beispielsweise zur Fehlerdiagnose und Wartungsunterstützung, EcoG zur Überwachung und Analyse von Ladeparks. Weitere Anwendungen finden sich im intelligenten Lastmanagement, bei der Prognose von Wartungsbedarf oder bei der Optimierung von Ladezeiten und Stromkosten.

Die neue EnBW-Lösung unterscheidet sich damit vor allem dadurch, dass die KI unmittelbar mit dem E-Auto-Fahrer kommuniziert. Während künstliche Intelligenz bislang häufig technische Prozesse im Hintergrund optimiert, rückt sie damit zunehmend auch in den direkten Kundenservice.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung vom 7. September 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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