GDV: E-Autos und Verbrenner gleichen sich in Schadenhöhe und -häufigkeit an

GDV: E-Autos und Verbrenner gleichen sich in Schadenhöhe und -häufigkeit an
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Michael Neißendorfer
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Mit einer größeren Modellpalette und einer insgesamt wachsenden Anzahl werden Elektroautos immer mehr zur Normalität – das zeigt sich nach einer aktuellen Studie des GDV auch bei den Schadenbilanzen der Stromer.

Nach einer aktuellen Auswertung des GDV gleichen sich sowohl die Häufigkeit als auch die Höhe der Schäden von Elektroautos und Verbrennern an: Waren die Vollkasko-Schäden von Elektroautos in der Vorjahres-Auswertung im Durchschnitt noch 20 bis 25 Prozent höher als die Schäden vergleichbarer Verbrenner, sind es nach der aktuellen Auswertung nur noch 15 bis 20 Prozent. Eine ähnliche Tendenz gilt für die Schadenhäufigkeit: Wurden bei Elektroautos bisher 15 bis 20 Prozent weniger Schäden in der Vollkaskoversicherung reguliert, sind es aktuell nur noch 10 bis 15 Prozent weniger.

„Je mehr Elektroautos auf der Straße unterwegs sind, desto weniger unterscheiden sich ihre Schadenbilanzen von vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotoren“, kommentiert die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.

Mehr Erfahrungen mit beschädigten Elektroautos

„Elektroautos kommen zunehmend im Alltag an: Eine breitere Modellpalette erreicht einen größeren Kundenkreis, zudem haben Werkstätten, Abschleppunternehmen, Feuerwehren und Gutachter inzwischen mehr Erfahrungen mit beschädigten Elektroautos. Mit dieser neuen Normalität verringern sich aktuell auch die anfänglich beobachteten Besonderheiten in den Schadenbilanzen“, sagt Käfer-Rohrbach.

Diese Entwicklung sei auch im Hinblick auf die Mobilitätswende positiv: „Langfristig deutlich höhere Reparaturkosten hätten der Akzeptanz von Elektroautos schaden können. Angesichts der ökologischen Herausforderung des Klimawandels können wir es uns als Gesellschaft aber nicht leisten, Autos langfristig weiter mit fossilen Rohstoffen anzutreiben“, so die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin.

Zum 1. Januar 2025 waren in Deutschland rund 1,65 Millionen Elektroautos zugelassen. Seit 2021 hat sich die Anzahl damit mehr als verfünffacht. Insgesamt machen Elektroautos aktuell 3,3 Prozent der in Deutschland zugelassenen Pkw aus.

Für die aktuelle GDV-Untersuchung wurden 53 Modellreihen von Elektroautos mit Verbrennern gepaart, die sich möglichst ähnlich sind. Das ist in manchen Fällen sehr einfach, weil es baugleiche Modelle gibt, zum Beispiel beim Smart den Elektro-Smart oder beim Golf VII den Elektro-Golf VII. Bei anderen Modellen ist es schwieriger. In solchen Fällen haben Experten des GDV passende Vergleichsfahrzeuge gefunden. Dann wurden für die betrachteten Modellreihen die Häufigkeit und die Höhe der Schäden jeweils über einen Zeitraum von drei Jahren ausgewertet.

Quelle: GDV – Pressemitteilung vom 13.08.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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