E-Sportwagen von Wiesmann lädt mit 800 Volt

E-Sportwagen von Wiesmann lädt mit 800 Volt
Copyright:

Wiesmann

Iris Martinz
Iris Martinz
  —  Lesedauer 2 min

Elektropower im Sportwagendesign: der deutsche Sportwagen-Spezialist Wiesmann hat unter dem Projektnamen „Thunderball“ einen vollelektrischen Roadster mit 800-Volt-Batterie vorgestellt. Vorerst gibt es nur eine Studie, Interessenten können den 680 PS starken Flitzer mit 1.100 Nm Drehmoment aber bereits vorbestellen. Für die 92 kWh-Batterie wird eine Reichweite von rund 500 Kilometern angeben, auch dank des geringen Gesamtgewichts von nur 1.775 Kilogramm.

Der Thunderball ist als Wiesmann-Modell gleich zu erkennen: die Form der Lufteinlässe an der Front und die lange Motorhaube erinnern an die Verbrenner-Modelle des Sportwagen-Bauers, für die meist ein zugekaufter BMW V8 die Basis war. Beim Elektro-Roadster befindet sich unter der langen Motorhaube aber kein Motor mehr, sondern ein 180 Liter fassender Frunk. Da passen locker zwei Handgepäckskoffer für den Wochenendtrip hinein. Der Heck-Kofferraum fasst hingegen nur 125 Liter, und das auch nur bei der Coupé-Version. Beim Cabrio muss man sich wohl mit dem Frunk zufrieden geben.

Leichtbaumaterialien wie Aluminium und Kohlefaser sorgen für ein vergleichsweise geringes Gesamtgewicht und damit mehr Reichweite. Das voll einstellbare Sportfahrwerk mit variablen Stabilisatoren sorgt für „das Wiesmann typische Fahrerlebnis„. Die 680 PS beschleunigen den Flitzer in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, laden kann man an einer Schnellladesäule bis zu 300 kW. Die Batterie wird zusätzlich wassergekühlt, um diese hohe Ladeleistung auch bei hohen Außentemperaturen garantieren zu können. Um die Batterie wieder aufzuladen, kann über die Schaltwippen am Lenkrad die Rekuperation genau reguliert werden. Der Fahrer kann die Verzögerung der beiden an der Hinterachse montierten Elektromotoren in fünf Stufen so einstellen, dass vor Kurven verschiedene Motorbremswirkungen erzeugt werden. Der Ladezustand der Batterie wird auf Kilometer genau angezeigt, nicht prozentual zur Gesamtladung.

Dies ist die Vollendung eines Traums. Das Ergebnis jahrenlangen Strebens nach technischer Perfektion und exzellentem Design,“ schwärmt Wiesmann-Inhaber Roheen Berry. Gebaut wird der Elektro-Roadster in Dülmen. Für die Basisversion muss man rund 300.000 Euro locker machen. Allerdings ist noch nicht bekannt, wann mit der Auslieferung begonnen wird.

Quelle: electrive.net – Wiesmann zeigt 800-Volt-Roadster – Produktion geplant//wiesmann.com

Worthy not set for this post
Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.