In Dresden haben im Rahmen eines internationalen Projekttreffens zahlreiche Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft ihre neuesten Roboter und Konzepte vorgestellt. Am fachlichen Austausch nahmen auch verschiedene andere Städte wie Madrid, Espoo, Gdansk oder Sarajevo teil. Von Volkswagen wurde dabei ein autonomer Laderoboter präsentiert. Dieser Roboter könne, so die Pressemitteilung der Stadt, die bisher begrenzte Anzahl an Ladepunkten ergänzen und dazu beitragen, ein Ökosystem für nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur und Elektromobilität im Sportpark Ostra zu bilden.
Außerdem bot das Dresdner Fraunhofer IVI den Teilnehmenden des Treffens eine Fahrt mit einem Fahrzeug, welches aus einem Control Center in der Dresdner Südvorstadt ferngesteuert wurde. Die autonomen Serviceroboter TurfRob und EvoBot, die bei der Pflege und Instandhaltung von Sportanlagen zum Einsatz kommen, wurden von dem Eigenbetrieb Sportstätten der Landeshauptstadt Dresden gezeigt.
Pilotprojekt für Mobilität in Europa
Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Konzepts, denn das Amt für Wirtschaftsförderung in Dresden fördert und erforscht intelligente Mobilität. Smart City Dresden hat für den Sportpark Ostra daher ein Mobilitätskonzept entwickelt, das als Pilotprojekt gilt und später auf weitere Stadtteile und Städte übertragen werden soll. Es soll die Anreise zum Sportpark Ostra einfacher und umweltfreundlicher machen, sowohl zu Fuß oder mit dem Fahrrad, als auch mit dem ÖPNV oder dem Auto.
Das Ostragehege ist ein wichtiges Sport- und Veranstaltungsgebiet der Stadt mit 28 Sportstätten. Dazu gehören das Heinz-Steyer-Stadion, die JoyNext Arena sowie die Messe Dresden. Da es sich um ein Überflutungsgebiet handelt, ist der Aufbau von herkömmlichen, stationären Ladesäulen für Elektroautos mit Schwierigkeiten verbunden. Autonome, mobile Laderoboter könnten Abhilfe schaffen.
Im Konzept sind weitere Mobilitätslösungen wie ein Parkleitsystem und intelligente Technologien wie 5G-Kommunikation vorgesehen, um den Verkehr nachhaltig, zugänglich und sicher zu gestalten. Dresden will damit als Standort eine Vorreiterrolle einnehmen, ein Musterbeispiel für andere europäische Städte werden und als Ort des Austauschs dienen.
In Dresden ansässige Personen können sich noch bis zum 30. Juni über eine Online-Umfrage an der Planung beteiligen. Dieses Mobilitätskonzept wird über das Projekt „Mobilities for EU“ und im Rahmen des Forschungsrahmenprogrammes „Horizont Europa“ der Europäischen Union durch die Politik gefördert. Das Projektbudget dieser Dresdner Anlage liegt bei 10 Millionen Euro, die vierjährige Laufzeit endet 2028.
Quelle: Stadt Dresden – Pressemitteilung vom 1. Juni 2026 / Smart City Dresden – Mobilities for EU









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