Dodge Charger Daytona SRT: neun verschiedene Elektro-Antriebsvarianten

Dodge Charger Daytona SRT: neun verschiedene Elektro-Antriebsvarianten
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Iris Martinz
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Sie gelten als die Ikonen der Verbrenner-Power: die US-amerikanischen „Muscle and Pony Cars“ Dodge Charger, Dodge Challenger, Chevrolet Camaro und Ford Mustang. V8-Motor mit Leistungen jenseits der 450 PS gepaart mit bulligem Coupé-Design haben eine treue Fangemeinde, nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande. Ford hat erst kürzlich den Mustang in siebenter Generation neu aufgelegt – im altbekannten Setting mit V8-Verbrennermotor.

Die Konkurrenten Dodge und Chevrolet gehen hingegen andere Wege – und stoßen damit entgegen den Erwartungen auf reges Interesse. Dodge und Chevrolet haben angekündigt, die nächsten Generationen ihrer Bestseller ab 2024 nur mehr in einer vollelektrischen Version anbieten zu wollen. Mit der im August präsentierten, vollelektrischen Studie Charger Daytona SRT hat Dodge in der Szene bereits für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Auf der heute startenden SEMA Performance Show in Las Vegas werden nun neue Details präsentiert.

Zukünftige Käufer eines Dodge Charger Daytona SRT – der Name ist eine Reminiszenz an die Charger-Ikone Daytona, die in der charakteristischen Form mit dem hochgezogenen Spoiler nur ein Jahr lang 1969 gebaut wurde – können aus nicht weniger als neun verschiedenen Antriebskonzepten wählen. Drei verschiedene Leistungsstärken und je zwei verschiedene Dodge Direct Connection Performance Upgrades sollen zur Verfügung stehen.

Der Charger Daytona SRT startet bei 340 Kilowatt (456 PS), das Performance Upgrade eStage 1 steigert die Leistung auf 370 Kilowatt (495 PS), eStage 2 sogar auf 400 Kilowatt (535 PS). Für das Modell mit 440 Kilowatt (590 PS)-Basisleistung bringen die Performance Upgrades 470 Kilowatt (630 PS) bzw. 500 Kilowatt (670 PS). Die Modelle mit Performance Upgrades sollen durch einen „Kristallschlüssel“ erkennbar sein, der – ganz old-school – ins Armaturenbrett gesteckt wird. Ein zusätzliches Modell mit 800 Volt-Ladetechnologie („Banshee“) ist ebenfall geplant. Die Leistungswerte hierfür hat Dodge bisher allerdings noch nicht veröffentlicht.

Zusätzlich zu den Antriebsspezifikationen hat das Konzeptauto auf der SEMA einige visuelle Upgrades erhalten: der Charger kommt in einem kräftigen Stryker Red daher, 18-Zoll Leichtbau-Karbonfaserfelgen und Drag-Reifen mit 305 Millimeter sorgen für einen noch aufregenderen Muscle Car Look. Für die Käufer wird es je neun verschiedene Farben und Reifenkombinationen geben, welche auf der SEMA mittels Videos visualisiert werden. „Wir demonstrieren, wie old-school Hot-Rodding in einer elektrifizierten Muscle Car Zukunft funktionieren kann„, erklärt Dodge-CEO Tim Kuniskis.

Leises Elektro-Dahingleiten ist bei Dodge nicht angesagt: der im August vorgestellte Prototyp des Dodge Charger Daytona SRT war mit einem unvergleichlichen, an Katzenpfauchen erinnernden Sound aufgefallen – wohl eine Anspielung an die Charger Hellcat, bei Einführung 2014 mit 527 Kilowatt (717 PS) die stärkste serienmäßige viertürige Limousine der Welt. Diese unverwechselbare Soundsignatur soll nun auf Basis des Kundenfeedbacks noch optimiert werden.

Quelle: insideevs.com – Dodge Charger Daytona SRT Concept Gets Nine Power Outputs for SEMA

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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