BYD Dolphin

BYD Dolphin
Copyright:

Oasishifi / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Automobilhersteller BYD hat mit dem Dolphin ein neues Elektroauto auf den Markt gebracht, das als ernsthafter Konkurrent für den VW ID.3 gilt. Mit einem Basispreis von 30.990 Euro unterbietet der Dolphin den Einstiegspreis des ID.3 um satte 9.000 Euro, was ihn besonders attraktiv für preisbewusste Käufer macht.

Technische Details und Ausstattung BYD Dolphin

Der BYD Dolphin ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die Basisversion „Active“ bietet eine Wärmepumpe, adaptives Fernlicht, vegane Ledersitze und eine Vielzahl von Fahrassistenten, darunter einen adaptiven Tempomaten, Querverkehrswarner mit aktiver Bremse vorne und hinten, einen Türöffnungswarner und einen Totwinkelwarner. Diese Version ist mit einer 44,9-Kilowattstunden-Batterie und einem 70 kW / 95 PS Motor ausgestattet, was eine WLTP-Reichweite von etwa 340 Kilometern ermöglicht.

Die Top-Version „Design“ bietet für einen Preis von 37.990 Euro zusätzliche Extras wie ein Glasdach und eine 360-Grad-Kamera. Sie ist mit einem leistungsstärkeren 150 kW / 204 PS Motor und einer 60,4 kWh Akkukapazität ausgestattet, was eine WLTP-Reichweite von 427 Kilometern ermöglicht. Beide Modelle sind mit der kobaltfreien „Blade“-Batterie von BYD ausgestattet, die thermisch besonders stabil ist und sogar das Eindringen von Nägeln verkraften soll, ohne sofort in Flammen aufzugehen.

Fahrerlebnis und Innenraum

Der Dolphin ist auf entspanntes Cruisen ausgelegt. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, und die Lenkung ist indirekt, was aber beim Dahingleiten nicht zu sehr ins Gewicht fällt. Die 150-KW-Leistung und das Drehmoment von 310 Newtonmeter reichen völlig aus. Der 1658 Kilogramm schwere BYD beschleunigt in sieben Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Der Innenraum des Dolphin erinnert an den des ID.3, allerdings fehlt das Head-up-Display mit der Augmented-Reality-Grafik. Der Hartplastikanteil im Innenraum ist ähnlich hoch wie bei den Vor-Modellpflege-VW-ID-Modellen. Der 4,29 Meter lange Dolphin bietet genügend Raum, auch auf den Rücksitzen kann man es sich bequem machen. Der Kofferraum hat ein Basisvolumen von 345 Litern, das durch Umklappen der Rücksitzbank auf 1310 Liter erweitert werden kann.

Der BYD Dolphin ist eine preislich interessante Alternative zum VW ID.3. Mit seinem günstigen Preis, der umfangreichen Ausstattung und der soliden Reichweite könnte er sich als ernsthafter Konkurrent auf dem Markt für Elektroautos etablieren. Es bleibt abzuwarten, wie er sich in der Praxis bewährt und ob er die hohen Erwartungen erfüllen kann.

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in BYD Elektroautos

Diese 7 großen E-Autos sind aktuell besonders günstig

Diese 7 großen E-Autos sind aktuell besonders günstig

Daniel Krenzer  —  

Etwa fünf Meter lange Elektroautos sind lange nicht mehr so unerschwinglich, wie sie es vor wenigen Jahren noch waren.

E-Autos: Wer lädt, snackt, kauft ein oder chillt nebenbei

E-Autos: Wer lädt, snackt, kauft ein oder chillt nebenbei

Michael Neißendorfer  —  

Elektroautos sind lokal emissionsfrei und gut fürs Klima – aber begünstigen sie womöglich ungesunde Ernährung? Das legen zumindest Daten einer Befragung nahe.

ÖPNV-Reallabor: Fraunhofer IAO erprobt autonomen Shuttlebus

ÖPNV-Reallabor: Fraunhofer IAO erprobt autonomen Shuttlebus

Tobias Stahl  —  

Das Fraunhofer IAO will den Pendelverkehr der rund 2000 Beschäftigten nachhaltiger gestalten. Dazu erproben die Forschenden nun einen autonomen Shuttle.

Formel E: Sophia Flörsch bringt neuen Opel GSE 27FE ans Limit

Formel E: Sophia Flörsch bringt neuen Opel GSE 27FE ans Limit

Daniel Krenzer  —  

Die 25-Jährige bringt den neuen Opel GSE 27FE erstmals ans Limit. Der GEN4-Prototyp zeigt, wohin sich die Formel E technisch entwickelt.

Nissan NX8: Was Europa von dem Topmodell erwarten kann

Nissan NX8: Was Europa von dem Topmodell erwarten kann

Stefan Grundhoff  —  

Mit dem neuen NX8 zeigt Nissan in China nun, wie ein modernes Elektro-Aushängeschild aussehen kann. Wir sind den 4,87 Meter langen Oberklasse-SUV gefahren.

Günstige E-Autos? Es gibt sie, aber…

Günstige E-Autos? Es gibt sie, aber…

Stefan Grundhoff  —  

VW ID. Polo, Renault 5 oder Hyundai Inster: Die Preise der neuen E-Kleinwagen sinken zwar, doch für viele Interessent:innen sind sie weiterhin viel zu hoch.

E-Auto-Prämie: Deutschland könnte von Norwegen lernen

E-Auto-Prämie: Deutschland könnte von Norwegen lernen

Tobias Stahl  —  

Kaufprämien allein bringen den E-Auto-Markt kaum voran, warnt eine aktuelle Studie – und empfiehlt strukturelle Anreize nach norwegischem Vorbild.