Bosch will „so lange wie möglich“ auch Verbrenner-Komponenten herstellen

Bosch will „so lange wie möglich“ auch Verbrenner-Komponenten herstellen
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Michael Neißendorfer
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Während der deutsche Zulieferer Bosch sein Geschäft mit Elektroautos und Brennstoffzellen ausbaut, investiert er auch weiterhin in traditionelle Technologien, mit dem Ziel, sein Ranking als weltweit größter Automobilzulieferer beizubehalten. Im laufenden Jahr hat Bosch bis Anfang Dezember gut sechs Milliarden US-Dollar in E-Auto- und Brennstoffzellentechnologien investiert, sagte Paul Thomas, Executive Vice President von Bosch North America, auf dem Automotive News Congress. Bosch habe aber nicht die Absicht, einige seiner Kernprodukte wie Kraftstoffeinspritzdüsen und Brems- und Kraftstoffsystemkomponenten aufzugeben.

„Wir wollen so lange wie möglich in allen Branchen bleiben“, sagte Thomas. „Wir glauben, dass es eine Zukunft für den Verbrennungsmotor gibt“, fügte er hinzu, da sich weltweit gesehen jede Region dem Ende des Verbrenners auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Zeithorizonten nähern werde.

„Wir glauben, dass es eine Zukunft für den Verbrennungsmotor gibt“

Thomas sagte, Bosch gehe davon aus, dass wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Antriebe ein großes Potenzial haben, Dieselantriebe in größeren Lkw zu ersetzen, was insbesondere für Flottenbetreiber interessant und wichtig sei. Das Unternehmen begann erst kürzlich mit der Umschulung von Mitarbeitern in einem seiner US-Werke, wo einst Teile für Dieselmotoren produziert wurden, um stattdessen Brennstoffzellenkomponenten herzustellen.

Weiterhin wolle Bosch keine Batteriezellen für Elektroautos herstellen, bekräftigte Thomas eine schon vor mehreren Jahren getroffene Entscheidung. Der Zulieferer aber will in Komponenten investieren, die für Akkupacks benötigt werden, wie etwa Leistungselektronik, Kühl- und Heizsysteme und andere Teile, so der Manager. „Wir haben uns die Technologien angesehen und beschlossen, dass wir dazu beitragen wollen, Batterien besser zu machen, und die Herstellung und das Packaging zu optimieren“, so Thomas.

Quelle: Automotive News – Bosch charges into future of mobility, powertrains while investing in traditional technologies

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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