BMW will auf absehbare Zeit keine Range-Extender nutzen

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Tobias Stahl
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BMW wird auf absehbare Zeit wohl keine Elektroautos mit benzinbetriebenem Reichweitenverlängerer (Range-Extender) auf den Markt bringen. Das erklärte Entwicklungsvorstand Joachim Post während der Jahreskonferenz des Münchener Autobauers in der vergangenen Woche.

Technologieoffenheit sei zwar eine der strategischen Grundsäulen bei BMW, so Post während der Konferenz. „Wir bieten alle Antriebe an, der X5 wird ab 2028 erstmalig mit Brennstoffzellenantrieb kommen“, sagte Post weiter. „Wir sind sicher, dass es zur Dekarbonisierung künftig eine weitere Alternative zum rein batterieelektrischen Antrieb braucht.“ Dazu könnte die Brennstoffzelle nach Ansicht des Entwicklungsvorstands einen entscheidenden Beitrag leisten.

BMW-Entwicklungsvorstand: Reichweitenangst „eigentlich nicht mehr berechtigt“

Range-Extender sind jedoch offenbar auf absehbare Zeit nicht Teil des technologieoffenen Ansatzes. Post begründete das mit den steigenden, rein elektrischen Reichweiten. Man habe mit den Elektroautos der Neuen Klasse und mit der sechsten Batteriezellgeneration einen „enormen Zuwachs an Energiedichte, Ladeperformance und Reichweite“ realisiert, sodass Reichweitenangst angesichts von Reichweiten weit über 800 Kilometern im WLTP-Zyklus und Ladeleistungen von 400 kW „eigentlich nicht mehr berechtigt“ sei, erklärte Post.

BMW prüfe natürlich kontinuierlich Optionen wie den Einsatz von Range-Extendern oder anderen Antriebsformaten, so Post weiter. „Wir sehen uns aber mit dem derzeitigen Portfolio und auch mit dem, was die Neue Klasse jetzt an den Start bringt, bereits sehr, sehr gut aufgestellt.“

Range Extender: Der Münchener Autobauer hat bereits Erfahrung mit der Technik

Mehrere Medien hatten im vergangenen Jahr über Gerüchte berichtet, wonach BMW die Antriebsform künftig als Brückentechnologie nutzen könnte. Range-Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die ausschließlich dazu dienen, den Antriebsakku bei niedrigem Ladestand aufzuladen. Fahrzeuge mit Range-Extender, englisch abgekürzt EREV, bewegen sich jedoch allein mittels des Elektromotors fort. Weil Range-Extender dauerhaft in einem annähernd gleichbleibenden Drehzahl- und Belastungsbereich arbeiten können, gelten sie als umweltfreundlichere Alternative zum reinen Verbrenner. Vor allem in China erfreuen sich EREV in letzter Zeit hoher Beliebtheit, weil sie Reichweiten von mehr als 1000 Kilometer ohne Zwischenladung ermöglichen sollen.

Auch BMW selbst hat bereits Erfahrung mit dem Einsatz von benzinbetriebenen Reichweitenverlängerern: Der Mini-Stromer BMW i3 war zwischen 2013 und 2018 in manchen Märkten mit einem optionalen Range-Extender erhältlich. Mit dem ebenfalls verbauten neun Liter großen Benzintank konnte der BMW i3 REx seine ursprüngliche elektrische Reichweite von rund 200 Kilometern um weitere rund 100 Kilometer verlängern. Der Range-Extender war allerdings nicht als Standard-Betriebsstrategie vorgesehen, sondern nur dafür, die nächste Ladesäule zu erreichen. Das zeigt auch der Verbrauch des i3 REx, den der ADAC in einem fünfjährigen Dauertest ermittelt hat: Bezogen auf den gesamten Dauertest, der eine Strecke von 100.000 Kilometern umfasste, betrug der Anteil des Benzinbetriebs mit dem i3 etwa 15 Prozent, rechnet der Autoclub vor. Dabei lag der Benzinverbrauch im Schnitt bei 7,5 Liter pro 100 Kilometer.

Quellen: BMW Group – Jahreskonferenz 2026 am 12.03.2026 / ADAC – BMW i3: Zuverlässig über 100.000 Kilometer

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Tobias Stahl

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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