Rimac baut Batterien des neuen BMW i7 künftig in Zagreb

Rimac baut Batterien des neuen BMW i7 künftig in Zagreb
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Daniel Krenzer
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Der bayerische Automobilhersteller BMW sowie der kroatische Hersteller des quasi unerschwinglichen Elektro-Traumwagens Rimac Nevera kooperieren beim neuen vollelektrischen und ebenfalls luxuriösen BMW i7 der Neuen Klasse miteinander. Dies haben beide Hersteller nun in Pressemitteilungen bekanntgegeben. Ziel des gemeinsamen Projekts sei es, die von BMW entwickelte Gen6-Technologie für einen innovativen Hochvoltspeicher für mehr Reichweite und höhere Ladegeschwindigkeit in die neue vollelektrische BMW 7er Limousine zu bringen.

Die sechste Generation der eDrive-Technologie mit 4695-Li-Ionen Rundzellen glänzt dabei vor allem durch eine rund um ein Fünftel höhere Energiedichte. „Dem neuen BMW i7 ermöglicht der Hochvoltspeicher, der die Gen6-Zelltechnologie mit der etablierten Gen5-Modulbauweise verbindet, zu einer deutlich gesteigerten Reichweite“, verspricht BMW. Kundinnen und Kunden könnten dank der neuentwickelten Technologie auch deutlich schneller laden. Die Ladeleistung werde gesteigert und die Ladezeit entsprechend verringert.

„Schnell rollen wir die Technologien der Neuen Klasse in unser gesamtes Modellportfolio aus – selbstverständlich auch in unserer vollelektrischen Luxuslimousine. Die Entwicklungsteams beider Unternehmen haben eine maßgeschneiderte Lösung für den neuen BMW i7 entwickelt“, sagte Dr. Thomas Engelhardt, Verantwortlicher für Hochvoltspeicher und Laden bei der BMW Group. Weiterhin führte er aus: „Die hervorragende Zusammenarbeit mit Rimac Technology ist ein gutes Beispiel für europäische Innovationskraft.“

Vom Nischenanbieter zum Zulieferer

Denn die Hochvoltbatterien werden auf den hochmodernen Anlagen bei Rimac Technology in Kroatien hergestellt und montagefertig im BMW Group Werk Dingolfing angeliefert. Dort werden alle 7er-BMW für den weltweiten Einsatz gefertigt. Der erste BMW i7 soll noch im April in China seine Weltpremiere feiern.

Mate Rimac, Gründer und President der Rimac Group, sagte: „BMW ist seit jeher dafür bekannt, die Technik auf höchstem Niveau voranzutreiben, was diese Zusammenarbeit für uns besonders spannend macht. Gemeinsam haben wir in Rekordzeit ein Hochvolt-Batteriesystem entwickelt, das das volle Potenzial der neuen zylindrischen Zellen ausschöpft und deutliche Verbesserungen bei Energie, Reichweite und Ladeleistung bringt. Wir sind stolz darauf, dass dieses System nun auf unserem neuen Rimac-Campus in großem Maßstab produziert wird.“

Rimac Technology ist ein zur Rimac Group zugehöriger Zulieferer, der sich mit innovativen Produkten auf die Elektrifizierung von Automobilen spezialisiert. Das Portfolio setzt sich zusammen aus Hochvolt-Batteriesystemen, E-Achsen sowie Elektronik- und Softwarelösungen, die unternehmensintern entwickelt und produziert werden. „So ist es möglich, Lösungen anzubieten, die fortschrittliche Technologie mit einem hohen Maß an Individualisierung vereint“, heißt es in der Pressemitteilung. Die langfristige Partnerschaft mit der BMW Group belege den Wandel des Unternehmens vom Nischenanbieter für Supersportwagen zum Tier-1-Lieferanten für volumenstärkere Fahrzeugprojekte.

Quelle: BMW und Rimac – Pressemitteilung vom 7. April 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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