BMW Group Designworks hat vor der BMW-Welt in München einen neuen Ladepark realisiert, der High Power Charging als gestalterisches Konzept begreift. Statt einer rein funktionalen Tankstellen-Anmutung setzt die Kreativagentur auf eine Umgebung, die zum Verweilen einlädt. Der Ladevorgang selbst soll dabei zu einem ruhigen Moment im städtischen Alltag werden. Eingebettet zwischen der Architektur der BMW-Welt und des gegenüberliegenden BMW-Museums, dem umliegenden Verkehrsraum und dem vorhandenen Baumbestand will sich die Anlage harmonisch in ihr Umfeld einfügen.
Im Zentrum der Gestaltung stehen die High-Power-Charging-Stationen, die als sogenannte „Charging Trees“ konzipiert wurden. Die Elemente wachsen optisch aus dem Boden heraus und sollen dem Ort eine hohe Wiedererkennbarkeit verleihen. Über ihre Form übernehmen sie gleichzeitig praktische Funktionen wie Witterungsschutz und Orientierung für Ankommende. Ein Lichtkonzept begleitet den gesamten Aufenthalt, von der Einfahrt bis zur Abfahrt nach dem Ladevorgang. Sensoren erkennen heranfahrende Autos, woraufhin LED-Lichtsequenzen den Ablauf vom Ankommen über den aktiven Ladevorgang bis zum Abschied begleiten. Während die Fahrzeuge mit bis zu 400 Kilowatt Leistung geladen werden, sollen sich Besucher:innen in der gestalteten Umgebung erholen können.
„Unsere Vision ist es, Ladestationen in Orte zu verwandeln, an denen Menschen gerne Zeit verbringen. Hier steckt ein großes Potential, unser städtisches Umfeld lebenswerter zu gestalten“, erklärt Annette Baumeister, Leiterin des Münchner Studios von BMW Group Designworks.
Die Überarbeitung reicht über die sichtbare Gestaltung hinaus. Eine zuvor versiegelte Fläche wurde in eine offene, begrünte und versickerungsfähige Landschaft umgewandelt, die den Baumbestand einbindet. Zusätzliche Grün- und Kiesflächen verbessern die Wasserdurchlässigkeit am Standort. Bei der Materialwahl orientierte sich das Team an der Umgebung: Verarbeitet wurden regionale Natursteine aus der Isar, ergänzt durch Terrazzo, der an die bestehende Materialkultur des Orts anknüpft.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Energienutzung während des Ladevorgangs. Die dabei entstehende Wärme wird direkt in den Boden umgeleitet, um im Winter Eis- und Glättebildung auf der Fläche zu reduzieren. Auf diese Weise soll der Ladepark auch in der kalten Jahreszeit nutzbarer und einladender bleiben.
Technische Komplexität soll unsichtbar bleiben
High Power Charging gilt als technisch anspruchsvolles Feld, in dem Ladeleistung, Kühlung, Nutzerführung, Sicherheit, Verkehrslogik und regulatorische Vorgaben ineinandergreifen. Designworks verfolgte bei der Umsetzung den Anspruch, diese Komplexität für Nutzer:innen unsichtbar zu machen und eine intuitive Bedienung zu ermöglichen. „Wir wollten einen Ort zum Laden entwickeln, der sich nahtlos in seine Umgebung einfügt und die Vision des Ladens von morgen erlebbar macht. Unser Anspruch: Technologische Komplexität in intuitive und emotionale Erlebnisse zu verwandeln“, so Tobias Adami, Kreativdirektor des Münchner Studios von BMW Group Designworks.
Quelle: Designworks – Pressemitteilung per Mail









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