BMW China will bis Jahresende 140.000 neue Ladepunkte errichten

BMW China will bis Jahresende 140.000 neue Ladepunkte errichten
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

BMW will in China den Ladenetzausbau vorantreiben und so seine Position auf diesem wichtigen E-Mobilitätsmarkt stärken, wo der Hersteller gut ein Drittel seiner weltweiten Verkäufe verzeichnet. Dazu ist BMW China eine neue Kooperation mit staatlichen Energieversorger State Grid eingegangen, um bis Ende des Jahres seine Ladeinfrastruktur auf 270.000 Ladepunkte mehr als zu verdoppeln, 80.000 davon sollen Gleichstrom-Schnellladepunkte sein. Zum vergangenen Jahreswechsel unterhielt BMW in China 130.000 Ladepunkte.

BMW und State Grid wollen den Schwerpunkt des Netzausbaus auf Autobahnen legen. Um emissionsfreie Langstreckenfahrten zu ermöglichen, sollen auf insgesamt 50.000 Kilometer Autobahnen alle 50 Kilometer Lademöglichkeiten geschaffen werden. Zudem planen die beiden Unternehmen, gemeinsam Schnellladetechnologien weiterzuentwickeln: Es sollen technische Standards für Hochleistungsladegeräte formuliert und die Plug-and-Charge-Technologie weiterentwickelt werden. BMW geht davon aus, dass der Akku eines vollelektrischen Autos in Zukunft innerhalb von nur 10 bis 20 Minuten aufgeladen werden kann.

Die beiden Unternehmen wollen auch die Integration von Photovoltaik und stationären Batteriespeichern an Schnellladestandorten voranbringen, noch in diesem Jahr wollen BMW und State Grid dafür eine Lösung auf den Markt bringen. Durch die neue Partnerschaft wird BMW zur ersten globalen Automarke, die mit State Grid zusammenarbeitet.

Im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie will BMW in diesem Jahr sechs NEV-Modelle (Reine Elektroautos und Plug-in-Hybride) auf den chinesischen Markt bringen und Elektroantriebs-Technologien, das Händlernetz, die Ladeeinrichtungen und die digitalen Dienste auf dem weltgrößten Automobilmarkt energisch weiterentwickeln, so Jochen Goller, Präsident und CEO der BMW Group Region China. Geplant ist auch, Kunden eine „Digitale Ein-Stop-Ladeerfahrung“ zu ermöglichen. BMW-Fahrer sollen über individualisierte und maßgeschneiderte Dienstleistungen die Suche nach einer Ladestation, das Aufladen selbst und auch die Bezahlung komplett über die Cloudanwendungen von BMW steuern können. Unter anderem dafür ist BMW auch eine Kooperation mit dem Onlinedienstleister TenCent eingegangen.

Quelle: Gasgoo — BMW partners with State Grid EV on R&D, promotion of charging service, tech // InvestmentPlattformChina — Ladesäulen für China

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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