BMW China will bis Jahresende 140.000 neue Ladepunkte errichten

BMW China will bis Jahresende 140.000 neue Ladepunkte errichten
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1603549771

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

BMW will in China den Ladenetzausbau vorantreiben und so seine Position auf diesem wichtigen E-Mobilitätsmarkt stärken, wo der Hersteller gut ein Drittel seiner weltweiten Verkäufe verzeichnet. Dazu ist BMW China eine neue Kooperation mit staatlichen Energieversorger State Grid eingegangen, um bis Ende des Jahres seine Ladeinfrastruktur auf 270.000 Ladepunkte mehr als zu verdoppeln, 80.000 davon sollen Gleichstrom-Schnellladepunkte sein. Zum vergangenen Jahreswechsel unterhielt BMW in China 130.000 Ladepunkte.

BMW und State Grid wollen den Schwerpunkt des Netzausbaus auf Autobahnen legen. Um emissionsfreie Langstreckenfahrten zu ermöglichen, sollen auf insgesamt 50.000 Kilometer Autobahnen alle 50 Kilometer Lademöglichkeiten geschaffen werden. Zudem planen die beiden Unternehmen, gemeinsam Schnellladetechnologien weiterzuentwickeln: Es sollen technische Standards für Hochleistungsladegeräte formuliert und die Plug-and-Charge-Technologie weiterentwickelt werden. BMW geht davon aus, dass der Akku eines vollelektrischen Autos in Zukunft innerhalb von nur 10 bis 20 Minuten aufgeladen werden kann.

Die beiden Unternehmen wollen auch die Integration von Photovoltaik und stationären Batteriespeichern an Schnellladestandorten voranbringen, noch in diesem Jahr wollen BMW und State Grid dafür eine Lösung auf den Markt bringen. Durch die neue Partnerschaft wird BMW zur ersten globalen Automarke, die mit State Grid zusammenarbeitet.

Im Rahmen der Elektrifizierungsstrategie will BMW in diesem Jahr sechs NEV-Modelle (Reine Elektroautos und Plug-in-Hybride) auf den chinesischen Markt bringen und Elektroantriebs-Technologien, das Händlernetz, die Ladeeinrichtungen und die digitalen Dienste auf dem weltgrößten Automobilmarkt energisch weiterentwickeln, so Jochen Goller, Präsident und CEO der BMW Group Region China. Geplant ist auch, Kunden eine „Digitale Ein-Stop-Ladeerfahrung“ zu ermöglichen. BMW-Fahrer sollen über individualisierte und maßgeschneiderte Dienstleistungen die Suche nach einer Ladestation, das Aufladen selbst und auch die Bezahlung komplett über die Cloudanwendungen von BMW steuern können. Unter anderem dafür ist BMW auch eine Kooperation mit dem Onlinedienstleister TenCent eingegangen.

Quelle: Gasgoo — BMW partners with State Grid EV on R&D, promotion of charging service, tech // InvestmentPlattformChina — Ladesäulen für China

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Hankooks Reifen der Zukunft: luftlos, farbig, abbaubar

Hankooks Reifen der Zukunft: luftlos, farbig, abbaubar

Sebastian Henßler  —  

Luftlos, transparent, biologisch abbaubar: Hankooks Konzeptreifen bricht mit allen Konventionen. Was heute schon geht und was fehlt, bis er serienreif ist.

Automobilindustrie vor Tabubruch: Müssen deutsche Werke bald China-Autos bauen?

Automobilindustrie vor Tabubruch: Müssen deutsche Werke bald China-Autos bauen?

Daniel Krenzer  —  

VDA-Präsidentin Hildegard Müller warnt vor gefährdeten Werken in Deutschland. Kooperationen mit chinesischen Herstellern könnten helfen, Jobs zu sichern.

Bosch-Betriebsrat fordert Taskforce für Autoindustrie

Bosch-Betriebsrat fordert Taskforce für Autoindustrie

Sebastian Henßler  —  

Nach den Protesten bei Mercedes-Benz fordert Bosch eine Taskforce. Auch beim Volkswagen-Konzern sollen laut IG Metall Beschäftigtenaktionen folgen.

Krankenstand bei Automobilzulieferern auf Rekordniveau

Krankenstand bei Automobilzulieferern auf Rekordniveau

Daniel Krenzer  —  

Bei Automobilzulieferern steigt der Krankenstand laut AOK auf 8,94 Prozent. Besonders psychische Fehlzeiten nehmen demnach zu.

EU plant Ausweitung des CO2-Preises – Automobilverband kritisiert

EU plant Ausweitung des CO2-Preises – Automobilverband kritisiert

Maria Glaser  —  

Der europäische Verband ACEA hat eine Stellungnahme zur Ausweitung des CO2-Grenzausgleichsmechanismus CBAM der EU veröffentlicht.

Normale Reifen am E-Auto: Ein teurer Kompromiss

Normale Reifen am E-Auto: Ein teurer Kompromiss

Sebastian Henßler  —  

Drei Viertel der E-Fahrer:innen kennen EV-Reifen, aber kaum jemand fühlt sich beim Kauf gut informiert. Drei Mythen über Reifen erklären, warum das so ist.

Peking bremst Preiskampf, doch für Europa wird es nicht leichter

Peking bremst Preiskampf, doch für Europa wird es nicht leichter

Daniel Krenzer  —  

China will den ruinösen Preiskampf auf dem Automarkt eindämmen. Für europäische Hersteller wird es dennoch nicht leichter – im Gegenteil.