BK World Lounges: Ladezeit ist so viel mehr als Wartezeit

BK World Lounges: Ladezeit ist so viel mehr als Wartezeit
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Gerold Wolfarth, CEO der BK Group, erläuterte in einem Interview mit Michael Brecht von Motion-Mag das Konzept hinter den BK World Lounges. Diese Einrichtungen an Ladestationen sollen die Wartezeit von Elektroautofahrer:innen angenehmer gestalten. „Während des 20- bis 30-minütigen Ladevorgangs können die Kunden Snacks, Getränke, Kaffee sowie moderne und saubere Toiletten nutzen“, erklärt Wolfarth. Eine Pizza-Maschine biete zudem warme Speisen an. Diese Lounges seien nicht nur ein Vorteil für die Kund:innen, sondern auch eine wertvolle Ergänzung für Betreiber von Ladestationen, da BK World eine umfassende Greenfield-Lösung bereitstelle.

Die Nachhaltigkeit spiele bei BK World eine zentrale Rolle. „Die Lounges bestehen aus zertifiziertem Fichtenholz und nutzen ökologische Dämmstoffe mit hoher Wärmedämmung“, so Wolfarth. Ein effizientes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung und eine Wärmepumpe sorgen demnach für eine umweltfreundliche Energieversorgung. Zusätzlich sind viele Standorte mit Solaranlagen ausgestattet, die einen Großteil des benötigten Stroms liefern – für den Betrieb der BK World Lounge, nicht für den Ladestrom. Dank der flexiblen Bauweise können die Lounges bei Bedarf einfach verlegt und wiederverwendet werden, was 2023 zum Gewinn des European Green Award führte.

Um eine hohe Servicequalität sicherzustellen, sind die BK World Lounges unbemannt und digital gesteuert. Zahlungsvorgänge und das Management der Verkaufsautomaten erfolgen digital, während regelmäßige Besuche von Property Managern die Instandhaltung gewährleisten. „Alles ist digital, von der Bezahlung bis hin zur Produktverwaltung in unseren Verkaufsautomaten“, erläutert Wolfarth. „Natürlich möchte ich unsere Property Manager nicht vergessen. Sie sind regelmäßig vor Ort, um nach dem Rechten zu sehen und die Lounge in bestmöglichem Zustand zu halten.“

Die BK Group plant eine Expansion der BK World Lounges sowohl in Deutschland als auch international. Erste Lounges an Tesla-Superchargern sollen bald durch weitere Standorte bei anderen Anbietern ergänzt werden. Die Expansion nach Frankreich sei bereits im Gange, und auch Märkte in Skandinavien und Nordamerika werden ins Auge gefasst. „In Deutschland und im Ausland gibt es Pläne“, sagt Wolfarth. „Und in diesem Juni eröffnen wir die erste BK World in Frankreich, was für uns ein großer Schritt ist.“

Strategische Partnerschaften, wie die Zusammenarbeit mit Tesla, sowie das breite Netzwerk der BK Group, das auf 25 Jahren Erfahrung im Ladenbau und der Wartung von Einzelhandelsgeschäften basiere, unterstützen die Entwicklung und Nachhaltigkeitsbemühungen von BK World. Kundenfeedback werde kontinuierlich gesammelt und in Verbesserungen umgesetzt, um den Service weiter zu optimieren. „Der Input, den wir von unseren Gästen erhalten, ist sehr wichtig für uns“, betont Wolfarth.

Wolfarth sieht auch Herausforderungen, insbesondere bei der Genehmigung neuer Standorte, und sieht die Notwendigkeit, Elektromobilität weiter voranzutreiben. „Die Behörden haben Probleme, Baugenehmigungen zu erteilen, da eine Lounge an einer Ladestation für Elektroautos für sie noch unbekannt ist“, erklärt er. Die BK Group verfolgt klare Standards in der sozialen Verantwortung und Nachhaltigkeit, unterstützt durch umfassende Programme für Mitarbeiter und eine positive Umwelteinwirkung durch die BK World Lounges. „Wir glauben, dass Elektromobilität einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leistet und jede BK World die Welt ein Stück besser macht“, so Wolfarth abschließend. Mehr Details und Einblicke gibt es im verlinkten Interview.

Quelle: motion-mag – A new charging Experience – Our Interview with Gerold Wolfarth from BK Group

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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