Xpeng will 4000 Schnellladepunkte in Europa bauen

Xpeng will 4000 Schnellladepunkte in Europa bauen
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Elmi Power | Elmi-CEO James Xin Xu am XPeng-Hauptsitz im chinesischen Guangzhou

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ein E-Auto lädt, bekommt beim Schnellladen mittelfristig einen weiteren Anbieter zur Auswahl. Xpeng errichtet ein eigenes Ladenetz in Europa und holt sich für die DACH-Region Elmi Power als strategischen Partner an die Seite. Erste Stationen sollen noch 2026 in Betrieb gehen. Damit tritt der chinesische Automobilhersteller nicht nur als Anbieter von Autos auf, sondern auch als Betreiber der zugehörigen Ladeinfrastruktur.

Für den Ausbau ist weniger die geplante Zahl der Ladepunkte entscheidend als die Frage, wo sie überhaupt entstehen können. In Deutschland wird der Netzanschluss beim Aufbau von Schnellladeinfrastruktur immer wieder zum Engpass. Batteriegepufferte Ladeparks setzen genau an dieser Stelle an, weil sie hohe Ladeleistung auch dort ermöglichen, wo die verfügbare Netzkapazität begrenzt ist. Der Spielraum bei der Standortsuche wächst dadurch spürbar. Für Autofahrer:innen entscheidet sich an diesem Punkt, ob ein Ladepark entlang der gewünschten Route liegt oder ob ein Umweg nötig wird.

Genau hier liegt die Aufgabe des lokalen Partners. Elmi Power begleitet Xpeng dabei, die europäischen Ladepläne in der DACH-Region umzusetzen, von der Standortwahl bis zur Realisierung. Der räumliche Zuschnitt der Zusammenarbeit ist klar umrissen und auf diese Märkte begrenzt. „Ein Netz dieser Größe entsteht nur schnell, wenn man mit Partnern arbeitet, die den lokalen Markt, die Genehmigungsprozesse und die Standorte kennen“, sagt Allen Dong, CEO des globalen Ladegeschäfts von Xpeng. Mit Elmi Power habe der Konzern einen Partner gefunden, der die eigene Ambition teile und in der Region an seiner Seite stehe.

Deutschland nimmt in diesen Überlegungen eine zentrale Position ein. „Europa ist ein Schlüsselmarkt für unser Ladegeschäft, und Deutschland steht dabei im Zentrum“, so Dong weiter. Der hiesige Markt zählt zu den wichtigsten für den Hochlauf der Elektromobilität auf dem Kontinent. Hinzu kommt, dass München nicht nur Schauplatz der Ankündigung war, sondern auch Standort des europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrums von Xpeng.

Was Xpeng aus China nach Europa mitbringt

Vorgestellt hatte der Konzern seine Ladepläne im Juli 2026 auf einem Launch-Event in der bayerischen Landeshauptstadt. Firmenchef He Xiaopeng nannte dort eine konkrete Zielmarke: Bis 2028 sollen mehr als 4000 eigene Schnellladepunkte in 31 Ländern und Regionen entstehen. Der Aufbau beginnt noch in diesem Jahr. Eine Struktur dieser Größenordnung in gut zwei Jahren hochzuziehen, bedeutet paralleles Arbeiten in Märkten mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.

Als Grundlage dient die Entwicklung im Heimatmarkt. In China betreibt Xpeng nach eigenen Angaben bereits mehr als 3500 eigenbetriebene Ladestationen in über 430 Städten. Tempo und Erfahrung aus diesem Aufbau sollen nun nach Europa übertragen werden. Dass sich Genehmigungsverfahren, Netzanschlüsse und Standortsicherung zwischen beiden Regionen unterscheiden, spiegelt sich in der Entscheidung für lokale Partnerschaften wider.

Den Anstoß für die Zusammenarbeit gab ein mehrtägiger Besuch von Elmi-CEO James Xin Xu am Xpeng-Hauptsitz im chinesischen Guangzhou Ende August 2026. „Der Besuch am Xpeng-Hauptsitz hat mir gezeigt, mit welcher Konsequenz Xpeng seine Ladepläne verfolgt, in China ebenso wie jetzt in Europa“, sagt Xu. Sein Unternehmen baue Ladeinfrastruktur „schnell, verlässlich und an den richtigen Standorten“, was sich mit dem Anspruch des Partners decke. Wie viele der bis 2028 geplanten Ladepunkte auf die DACH-Region entfallen und an welchen Standorten die ersten Anlagen entstehen, haben beide Unternehmen bislang nicht beziffert.

Quelle: Elmi Power – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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