Altreifenrecycling mittels Pyrolyse erhöht die Zirkularität und spart CO2

Altreifenrecycling mittels Pyrolyse erhöht die Zirkularität und spart CO2
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Fraunhofer UMSICHT / Pyrum Innovations

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Mit weltweit 1,5 Milliarden ausgedienten Pneus pro Jahr stellt das Recycling von Altreifen derzeit eine große Herausforderung dar. Abgesehen von der Rückgewinnung von Metallen werden derzeit noch keine Materialien für die Reifenproduktion wiederverwendet, wodurch das Altreifen-Recycling zu den End-of-Life Behandlungen zählt. Eine neue Technologie bietet allerdings neue Potenziale für eine Kreislaufwirtschaft, da mithilfe der Pyrolyse auch weitere Produkte zurückgewonnen werden können, wie Rußersatz und Pyrolyseöl, welches durch die BASF wieder zu Chemikalien verarbeitet wird.

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat in einer vergleichenden Ökobilanzierung (LCA) das Recycling von Altreifen für das Unternehmen Pyrum Innovations untersucht. Mit ihrem speziellen Pyrolyseverfahren wollen sie deutliche CO2-Einsparungen gegenüber thermischen Entsorgungsmethoden erzielen und gewinnen Industrieruß zurück, ein wesentlicher Bestandteil von Reifen.

Konkret wurden die Umweltauswirkungen der neuartigen Pyrolysetechnologie des Unternehmen Pyrum Innovations verglichen mit herkömmlichen Entsorgungsmethoden für Altreifen in Deutschland wie der Verbrennung in Kraftwerken, Zementwerken oder der stofflichen Verwertung, um beispielsweise Füllmaterial zur Verwendung in Kunstrasen herzustellen.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Pyrolyseverfahren, aber auch alternative stoffliche Verwertungsverfahren, einige Vorteile insbesondere in den Wirkungskategorien Klimawandel und Schonung fossiler Ressourcen gegenüber den energetischen Verfahren aufweisen. „Das Verfahren erzielt durch die Erzeugung von Produkten wie dem Rußersatz, Pyrolyseöl, der Rückgewinnung von Metallen und der Herstellung von Ersatzbrennstoffen CO2-Einsparungen in Höhe von 1347 kg CO2-Äquivalente pro Tonne“, ergänzt Dr. Daniel Maga, Abteilung Nachhaltigkeit und Partizipation des Fraunhofer UMSICHT. Insgesamt ergebe sich durch das Pyrum-Pyrolyseverfahren eine netto CO2-Einsparung von 703 kg CO2-Äquivalent pro Tonne Altreifen.

Quelle: Fraunhofer UMSICHT – Pressemitteilung vom 22.11.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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