BMW stellt sich auf Jahre der“Tränen“ wegen Batteriekosten bei E-Autos ein

BMW AG

Die Veränderung in Richtung Elektromobilität ist am Markt deutlich spürbar, spürbar ist auch für die OEMs die relativ geringe Gewinnspanne. Zumindest ausgehend von den Zahlen, welche die Unternehmen bekanntgeben. BMW AG hat sich bei Welt.de dazu geäußert, dass keine schnelle Möglichkeit vorhanden scheint, um den Gewinn aus Elektroautos zu steigern. Die aktuellen Technologien bei Batteriekapazität und -kosten belasten nach Einschätzung des deutschen Autoherstellers die Gewinnmargen noch eine ganze Zeit.

„Wir müssen einfach einmal durch das Tal der Tränen, um herauszufinden, wie bei der Produktion elektrisch angetriebener Autos mehr Geld gespart werden könne.“ – Stefan Juraschek, Leiter Entwicklung Elektroantriebe

Klar ist, dass die Reichweiten der Elektroautos von den derzeitigen Technologien begrenzt werden. Geht es nach BMW, rechnet das Unternehmen damit, dass es bis zu sieben Jahre dauern wird, bis sich die Ladekapazität eines Energiespeichers verdoppelt. Aber gerade diese verbesserte Batterieleistung ist von entscheidender Bedeutung, denn die Kunden möchten Fahrzeuge mit mehr Reichweite.

Aktuell ist die Haltung der Kunden eher zögerlich, die Unternehmen wie Daimler AG und BMW AG können es sich jedoch nicht erlauben, nicht in E-Fahrzeuge zu investieren. Ein Punkt hierfür sind sicherlich die schärferen Abgasvorschriften in den USA und in Europa. Auch die Volkswagen AG möchte mit großen Schritten voranschreiten.

BMW war mit dem i3 im Jahr 2013 einer der ersten Autohersteller, der ein Elektroauto von Grund auf entwickelte. Seither haben die Münchner ihre Ambitionen aber wieder zurückgeschraubt. Nun will der Premiumwagenhersteller ab 2019 eine Elektro-Version des Mini und des SUV BMW X3 anbieten.

Bei BMW konzentriert man sich derzeit auf die Integration von elektrischen Antrieben in bestehende Baureihen und nimmt Abstand von einer eigenständigen Modelpalette. Dies hat sicherlich seine Vorteile, da die Kunden die Fahrzeuge bereits kennen und sich diese etabliert haben. Mit dem zusätzlichen elektrifizierten Antrieb kann das Unternehmen dann aber eine andere Zielgruppe ansprechen.

„Wir haben gelernt, dass es eigentlich keine Bereitschaft bei den Kunden gibt, höhere Preise für Elektrofahrzeuge zu zahlen.“ – Friedrich Eichiner, BMW Finanzvorstand

Welt.de – BMW erwartet Jahre der ’Tränen’ wegen Batteriekosten bei E-Autos

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