Zulieferer bauen wegen E-Mobilität immer mehr Stellen ab

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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Während viele Autohersteller Wachstum und stabile Beschäftigtenzahlen aufweisen, tun sich viele Zulieferer der Automobilbranche schwer. Zahlreiche stellen wurden bereits gestrichen – und so dürfte es laut Experten auch im Zuge der Elektrifizierung des Autoverkehrs weitergehen, schreibt Welt online. Dort wird von einer wachsenden Kluft zwischen Herstellern und Zuliefern berichtet.

Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young sei der Umsatz bei den Herstellern im vergangenen Jahr um 28 Prozent deutlich stärker gewachsen als der bei den Zulieferern mit nur sechs Prozent. Dem steigenden Umsatz steht aber eine in der Branche insgesamt sinkende Beschäftigtenzahl gegenüber – und das im vierten Jahr hintereinander. Sie sank laut Welt online um 1,5 Prozent von 786.000 auf 774.000. Bei den Herstellern arbeiteten Ende 2022 sogar ein Prozent mehr Mitarbeiter als ein Jahr zuvor, doch bei den Zuliefern nahm die Zahl um sechs Prozent ab.

Weniger Personal für E-Autos nötig

Constantin Gall, Experte von Beratungsgesellschaft Ernst & Young, sagte: „Während die Automobilhersteller trotz Krise derzeit prächtig verdienen, stehen viele Zulieferer mit dem Rücken zur Wand.“ Hintergrund für diese Verschiebungen sei es, dass viele Hersteller die Elektromotoren oder den Bau der Fahrzeugbatterien selbst übernähmen oder sich dafür neue Partner suchen würden – viele davon außerhalb Deutschlands wie zum Beispiel in China. „Angesichts der Transformation in Richtung Elektromobilität ist zwischen Herstellern und Zulieferern ein Verteilungskampf entbrannt, bei dem die Zulieferer oft die schlechteren Karten haben“, wird Gall zudem von Welt online zitiert.

Denn auch bei den Herstellern herrsche angesichts steigender Umsätze keine erhöhte Geberlaune, schließlich erfordere die Umstellung der Antriebsart enorme Investitionen, die Bedeutung der Fahrzeugmarge sei für viele gewachsen. „Nur ein profitables Geschäft schafft ausreichend finanziellen Spielraum, um in neue Technologien und Produkte investieren zu können„, sagt Branchenberater Peter Fuß von Ernst & Young. Für die Herstellung von Elektroautos sei weniger Personal nötig. Das werde in den kommenden Jahren weiterhin zu sinkenden Beschäftigungszahlen in der Automobilbranche in Deutschland führen, ist sich Fuß sicher.

Quelle: Welt online – „Studie: Kluft zwischen Zulieferern und Herstellern wächst“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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