Der Schweizer Kanton Zürich hat mit einem Förderprogramm die Voraussetzungen für das Laden von Elektroautos auf mehr als 114.000 Parkplätzen geschaffen beziehungsweise entsprechende Vorbereitungen angestoßen. Dabei ging es vor allem darum, Stellplätze in Wohngebäuden mit der notwendigen Basisinfrastruktur auszustatten, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Kantons. Die eigentlichen Ladestationen können später vergleichsweise einfach und kostengünstig ergänzt werden. Das Programm zeigt damit einen Ansatz, um eines der größten Hindernisse beim Umstieg auf Elektromobilität abzubauen.
Seit April 2023 unterstützte der Kanton demnach den Aufbau entsprechender Voraussetzungen mit insgesamt 50 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet rund 54 Millionen Euro. Mehr als 8000 Förderanträge gingen ein. Rund 95 Prozent der Mittel flossen in die Vorbereitung von Parkplätzen an Ein- und Mehrfamilienhäusern. Hinzu kommen knapp 200 Unternehmen, die ihre Stellplätze ebenfalls für das spätere Laden von Elektroautos vorbereiten lassen. Elf Gemeinden nutzten die Unterstützung für die Planung und Errichtung öffentlicher Ladestationen.
Hürde zum Wechsel auf E-Auto wird niedriger
Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen einer vorbereiteten Ladeinfrastruktur und tatsächlich installierten Ladepunkten. Die Förderung zielte insbesondere auf die Basisinstallation ab, an die später einzelne Wallboxen angeschlossen werden können. Die mehr als 114.000 geförderten Stellplätze entsprechen also keineswegs ebenso vielen neuen Ladepunkten. Zudem sind noch nicht sämtliche bewilligten Maßnahmen zwingend umgesetzt.
Gerade in Mehrfamilienhäusern ist dieser Ansatz interessant. Statt für jeden Stellplatz einzeln aufwendig nachzurüsten, lassen sich die grundlegenden Voraussetzungen gemeinschaftlich schaffen. Bewohner können dann bei Bedarf eine eigene Lademöglichkeit ergänzen, ohne zunächst die gesamte technische Erschließung organisieren zu müssen. Das senkt die Einstiegshürden für die Elektromobilität erheblich. „Mit dem Förderprogramm hat der Kanton einen wichtigen Impuls gegeben“, erklärt Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh. Die Ladeinfrastruktur sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen auf ein Elektroauto umsteigen.
Inzwischen sind die bereitgestellten 50 Millionen Franken vollständig ausgeschöpft, zwei Monate vor dem ursprünglich vorgesehenen Programmende. Neue Anträge werden deshalb nicht mehr angenommen. Bereits eingereichte vollständige Gesuche werden weiterhin bearbeitet. Die Förderung öffentlicher Ladepunkte läuft hingegen über das Programm „Laden im Quartier“ weiter. Damit sollen auch Menschen ohne eigenen Stellplatz eine wohnortnahe Lademöglichkeit erhalten.
Quelle: Kanton Zürich – Pressemitteilung vom 28. Oktober 2026








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