VoltExchange: Kostenlos laden durch Wallbox-Tausch

VoltExchange: Kostenlos laden durch Wallbox-Tausch
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VoltExchange

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Wer keine eigene Lademöglichkeit besitzt, kennt das Problem: Öffentliche Schnellladesäulen kosten zwischen 0,50 und 0,89 Euro pro Kilowattstunde, während in Wohnstraßen zahlreiche, deutlich günstigere private Wallboxen den größten Teil des Tages ungenutzt bleiben. Genau diese Lücke will die neue Plattform VoltExchange schließen. Statt Geld gegen Ladestrom zu tauschen, setzt der Dienst auf ein Guthabensystem unter privaten Nutzer:innen. Seit Kurzem stehen sowohl eine Web-App als auch eine iPhone-App deutschlandweit zur Verfügung.

Mitglieder, die eine eigene Wallbox betreiben, melden diese als Ladepunkt auf einer digitalen Karte an und entscheiden eigenständig über jede eingehende Ladeanfrage. Für jede abgegebene Kilowattstunde entsteht ein Guthaben in gleicher Höhe, das sich später bei anderen Mitgliedern einlösen lässt, etwa unterwegs im Urlaub. Ein Bezahlvorgang findet zu keinem Zeitpunkt statt, ebenso entfallen Abonnements oder zusätzliche Gebühren. Die tatsächlich geladene Menge bestätigen Host und Gast im Anschluss gemeinsam über die App. Einstiegsguthaben von 20 Kilowattstunden erhält, wer den eigenen Ladepunkt freischaltet, weitere 20 Kilowattstunden kommen hinzu, sobald eine eingeladene Person zum ersten Mal Strom bezieht.

VoltExchange: Idee aus gemeinsamer Schulzeit

Entwickelt wird VoltExchange von einem kleinen Team mit Sitz in Hamburg und im oberlausitzischen Herrnhut. Gegründet haben die Plattform Florian Wessling und Arno Hoffrichter, deren berufliche Zusammenarbeit bereits seit 2019 über eine gemeinsame Agentur besteht, die Bekanntschaft der beiden reicht bis in die Schulzeit zurück. Ein kommerzielles Interesse am eigentlichen Stromtausch verfolgt das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht. Mitgründer Arno Hoffrichter beschreibt den Ansatz so: „Wir wollten kein weiteres Bezahlsystem bauen, sondern eine Community.“ Ziel sei es, ungenutzten Strom dorthin zu bringen, wo er gebraucht werde, „fair und ohne Rechnung“, so Hoffrichter weiter.

Als Zielgruppe nennt VoltExchange in erster Linie Menschen ohne eigenen Stellplatz mit Lademöglichkeit, etwa Mieter:innen oder Laternenparker:innen, die auf öffentliche Infrastruktur angewiesen sind. Ebenfalls angesprochen werden Haushalte mit Photovoltaikanlage: Überschüssiger Solarstrom, der mittags anfällt, wenn Haus und Auto weniger Energie benötigen als produziert wird, lässt sich über die Plattform in Guthaben für spätere Ladevorgänge umwandeln. Die verwendete Karte basiert auf OpenStreetMap und bietet Filterfunktionen nach Ladeleistung, Steckertyp und Verfügbarkeit. Kontaktdaten einzelner Mitglieder sind ausschließlich für verifizierte Nutzer:innen einsehbar. Betreiberin der Plattform ist die Progressive Mind GmbH mit Sitz in Hamburg.

Quelle: VoltExchange – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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