Tesla Grünheide fährt Produktion wieder hoch

Tesla Grünheide fährt Produktion wieder hoch
Copyright:

gofra / Shutterstock / 2056578278

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Tesla nimmt in Grünheide Produktion seiner Elektroauto-Modelle wieder auf, nachdem eine Pause eingelegt wurde. Der Grund dafür waren fehlende Bauteile, verursacht durch Angriffe auf Handelsschiffe. Die IG Metall setzt sich derweil für eine Verschiebung der Betriebsratswahl ein, da sie die Fairness gefährdet sieht.

In Grünheide, wo Teslas deutsches Werk steht, soll ab heute wieder voll produziert werden. Zwischen dem 29. Januar und dem 11. Februar musste die Produktion fast vollständig ruhen. Nur kleine Teilbereiche des Werks konnten weiterarbeiten. Eine Unterbrechung war nötig geworden, weil Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer die Lieferwege störten. Trotzdem blieb das Werk nicht völlig untätig: Es fanden Wartungsarbeiten statt, die Belegschaft erhielt Schulungen.

Laut Tesla sind nun alle benötigten Teile wieder verfügbar. Werksleiter Thierig betont, dass die Lieferketten ziemlich widerstandsfähig seien, auch wenn eine völlige Krisenfestigkeit nicht garantiert werden könne. Ein wichtiger Punkt sei daher die lokale Produktion vieler Komponenten.

Kurz vor der Pause erreichte das Werk in Grünheide einen Produktionsrekord von 6000 E-Autos in einer Woche. Die Zielvorgabe für die erste Ausbauphase liegt bei 10.000 Autos pro Woche. Tesla plant sogar, die Kapazitäten in Grünheide auf eine Million E-Autos jährlich zu steigern, also gut 20.000 Fahrzeuge pro Woche. Dazu läuft in Grünheide derzeit eine Bürgerbefragung, die der Gemeindevertretung als Entscheidungsfindung helfen soll, ob diese Erweiterung zugelassen wird. Wirtschaftlich hat sich die Ansiedelung Teslas auf jeden Fall sowohl für Grünheide als auch ganz Brandenburg bisher sehr gelohnt.

Die IG Metall möchte die für März angesetzte Betriebsratswahl hinauszögern. Sie sieht die Gleichheit der Wahlchancen durch die Produktionspause beeinträchtigt und hat deshalb einen Antrag beim Arbeitsgericht eingereicht. Der Wahlvorstand weist die Vorwürfe zurück und betont, dass die zeitlichen Fristen gesetzlich festgelegt sind.

Quelle: manager-magazin – Tesla fährt Produktion wieder hoch – und hat Ärger mit der IG Metall / Reuters – Tesla’s German plant produced 6,000 cars in a week -Tagesspiegel

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Tesla News

Tesla eröffnet ersten öffentlichen Megacharger in den USA

Tesla eröffnet ersten öffentlichen Megacharger in den USA

Tobias Stahl  —  

Tesla hat in Kalifornien seine erste öffentliche Megacharger-Ladesäule für E-Lkw eröffnet. Der Ladepunkt erreicht allerdings noch nicht die anvisierte Leistung.

IG Metall verliert bei Tesla-Wahl in Giga Berlin an Einfluss

IG Metall verliert bei Tesla-Wahl in Giga Berlin an Einfluss

Sebastian Henßler  —  

Bei der Betriebsratswahl im Tesla-Werk Grünheide setzt sich Giga United durch. Die IG Metall verliert deutlich an Einfluss – und spricht von unfairen Methoden.

Offener Schlagabtausch: Tesla gegen Handelsblatt

Offener Schlagabtausch: Tesla gegen Handelsblatt

Sebastian Henßler  —  

149.000 oder über 200.000 E-Autos? In Grünheide entbrennt ein Streit um Produktionszahlen, Auslastung und die wirtschaftliche Lage des Tesla-Werks.

Tesla-Werk Grünheide wegen Absatzrückgang unter Druck

Tesla-Werk Grünheide wegen Absatzrückgang unter Druck

Sebastian Henßler  —  

In Grünheide sinkt die Produktion deutlich. 149.000 Autos im Jahr 2025 bedeuten fast 30 Prozent weniger als zuvor. Die Auslastung fällt unter 40 Prozent.

Tesla Model Y jetzt auch als Siebensitzer in Deutschland

Tesla Model Y jetzt auch als Siebensitzer in Deutschland

Sebastian Henßler  —  

Tesla bringt das Model Y als Siebensitzer nach Deutschland. Die neue Variante bietet bis zu 600 Kilometer Reichweite und bis zu 2094 Liter Ladevolumen.

NHTSA: Teslas Robotaxi fährt deutlich unsicherer als der Mensch

NHTSA: Teslas Robotaxi fährt deutlich unsicherer als der Mensch

Sebastian Henßler  —  

Viermal schlechter als ein menschlicher Fahrer: Teslas Robotaxi-Dienst in Texas rückt durch neue Crashmeldungen erneut in den Fokus der US-Aufsicht.

Nachfragetief: Teslas Cybertruck wird günstiger denn je

Nachfragetief: Teslas Cybertruck wird günstiger denn je

Maria Glaser  —  

Der US-amerikanische Hersteller hat in den USA den Preis seines elektrischen Pickups Cybertruck sowie des Topmodells Cyberbeast deutlich reduziert.