Elektromobilitäts-Offensive in Köln: 1000 neue Ladepunkte entstehen

Elektromobilitäts-Offensive in Köln: 1000 neue Ladepunkte entstehen
Copyright:

Shutterstock / 2234425403

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Gute Nachrichten für Bewohner und Besucher der Metropole am Rhein: Die Stadtwerke Köln (SWK) errichten im Auftrag der Stadt Köln 1000 zusätzliche Ladepunkte für Elektroautos im öffentlichen Straßenraum. Die TankE GmbH, ein Unternehmen aus dem SWK-Konzern, verantwortet demnach dienstleistend den Betrieb der Ladestationen. Damit soll die Zahl von derzeit 800 Ladepunkten auf 1800 Ladepunkte ansteigen. Jede Ladestation ist dabei mit zwei Ladepunkten ausgestattet.

Unter den neuen Ladestationen seien auch 100 Schnellladesäulen, die zumindest perspektivisch bis zu 200 kW Ladeleistung ermöglichen sollen, berichtet die Kölnische Rundschau. Die bisherigen Ladepunkte haben demnach eine Ladeleistung von 11 bis 50 kW.

„Für die weiteren Ausbaustufen stimmt die SWK derzeit mit der Stadt Köln neue Standorte ab. Dabei werden unterschiedliche Parameter geprüft, um die bestmöglichen Standortentscheidungen zu treffen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke. Eine wichtige Rolle bei der Standortwahl spielen demnach Bürgervorschläge sowie eine möglichst gleichmäßige Grundverteilung je Stadtviertel. Die Verwaltung der Stadt Köln prüfe die vorgeschlagenen Standorte fortlaufend.

Änderungen für Kunden

Zudem gibt es eine Änderung für die Kunden. Bis Ende Juli hatte TankE ein eigenes E-Mobility Angebot über die TankE-Netzwerk App bereitgestellt und zudem Business Kunden das europaweite Laden im ChargE Business Mobility Service angeboten. Diese beiden Dienste wurden zum 1. August eingestellt. Kunden wurde die Nutzung der App einer der Netzwerkpartner empfohlen.

Das Laden an den SWK-Ladestationen ist künftig auf folgende Arten möglich: Ad-Hoc-Zahlung per QR-Code, Mobilitätsangebote anderer Anbieter, Roaming-Angebote externer Anbieter sowie bei exklusiv zur Verfügung gestellten Ladepunkten wie gehabt mit der TankE-Karte. Insgesamt 20 Stadtwerke in der Region kooperieren dabei, sodass die Kunden auch in benachbarten Städten von günstigeren Tarifen frei von Roaming-Gebühren profitieren können.

TankE schreitet damit seinen Wachstumskurs fort. So heißt es im Artikel der Kölnischen Rundschau: „11 Millionen Euro Umsatz hat TankE mit derzeit rund 40 Mitarbeitenden im abgelaufenen Jahr erwirtschaftet. In diesem Jahr sollen es 18 Millionen sein.“ Denn nicht nur in Köln installiert das Unternehmen fleißig Ladeinfrastruktur. Bundesweit werden inzwischen jährlich gut 3000 Ladepunkte installiert.

Quelle: TankE und Stadtwerke Köln – offizielle Mitteilungen; Kölnische Rundschau – „TankE plant 1000 neue Ladepunkte in Köln“

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Elektroautos tankten 2025 bis zu 56 Prozent günstiger als Verbrenner

Elektroautos tankten 2025 bis zu 56 Prozent günstiger als Verbrenner

Michael Neißendorfer  —  

Die Antriebskosten von E-Autos waren im vergangenen Jahr wie schon in den Jahren zuvor deutlich niedriger als die von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Dynamische Netzentgelte entlasten Stromnetze und senken Kosten für Endkunden

Dynamische Netzentgelte entlasten Stromnetze und senken Kosten für Endkunden

Michael Neißendorfer  —  

Wie dynamische Netzentgelte im Verteilnetz umgesetzt werden können – und wie sie das Laden von Elektroautos günstiger machen.

E-Autos bei TCO im Schnitt mehr als 1000 Euro pro Jahr günstiger

E-Autos bei TCO im Schnitt mehr als 1000 Euro pro Jahr günstiger

Michael Neißendorfer  —  

Ein Verbrenner ist im Schnitt pro Jahr 1000 Euro teurer als ein Elektroauto. Mit Smart Metern wären E-Autos nochmal deutlich günstiger.

Wenn der E-Lkw seine Batterie an einem Tag dreimal leerfährt

Wenn der E-Lkw seine Batterie an einem Tag dreimal leerfährt

Michael Neißendorfer  —  

Mehr als 1000 km an einem Tag – und das mit einer Akkureichweite von nur 300 km: Ein Schweizer Logistiker zeigt, wie E-Lkw effizient eingesetzt werden können.

Umfrage zu E-Autos: Günstiger Strompreis sticht Kaufprämie aus

Umfrage zu E-Autos: Günstiger Strompreis sticht Kaufprämie aus

Michael Neißendorfer  —  

Für den Erfolg der Elektromobilität ist weniger die kommende Kaufprämie entscheidend, sondern vielmehr der Strompreis an der Ladesäule, so eine Umfrage.

Notstrom aus dem E-Auto: Was heute schon möglich ist

Notstrom aus dem E-Auto: Was heute schon möglich ist

Sebastian Henßler  —  

Oft ist PV-Strom da, wenn er gar nicht gebraucht wird. Ein Hersteller will nun E-Autobatterien als Energiespeicher nutzen.

Millionen Haushalte betroffen: T&E warnt vor Lade-Lücke in Mehrfamilienhäusern

Millionen Haushalte betroffen: T&E warnt vor Lade-Lücke in Mehrfamilienhäusern

Michael Neißendorfer  —  

Nach aktuellen Plänen bestehe die Gefahr, dass es keine Vorgaben für 5,6 Millionen Stellplätze in Mehrfamilienhäusern im Bestand gibt.