Studie zeigt: Offenheit gegenüber chinesischen E-Autos in Europa wächst

Studie zeigt: Offenheit gegenüber chinesischen E-Autos in Europa wächst
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Elektroautohersteller Zeekr hat mehr als 8000 Verbraucher:innen in acht europäischen Ländern zu ihrer Haltung gegenüber Elektromobilität und chinesischen Automarken befragen lassen. Das Ergebnis: Die Bereitschaft, auf ein Elektroauto umzusteigen, steigt – und das Misstrauen gegenüber chinesischen Marken nimmt spürbar ab. Vor allem jüngere Zielgruppen sowie Konsument:innen in Skandinavien zeigen sich zunehmend aufgeschlossen.

Laut der gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Markettiers durchgeführten Studie geben 38 Prozent der Befragten an, heute offener gegenüber chinesischen Elektroautos zu sein als noch vor einem Jahr. Unter denjenigen, die bereits ein E-Auto fahren, sind es sogar 53 Prozent. In Großbritannien – dem zweitgrößten Automarkt Europas – spielt der Herkunftsort eines Fahrzeugs für 59 Prozent der Befragten überhaupt keine Rolle mehr. Auch in traditionsreichen Märkten mit starkem Fokus auf Premiumhersteller wächst das Vertrauen demnach: In der Schweiz finden inzwischen mehr als die Hälfte der Befragten, dass chinesische Premium-Elektroautos mit westlichen Marken mithalten können.

Besonders offen gegenüber der Elektromobilität im Allgemeinen zeigen sich die nordischen Länder: In Schweden planen 62 Prozent der Befragten, bis spätestens Ende 2027 ein E-Auto zu besitzen, europaweit liegt der Schnitt bei 52 Prozent. Auch bei den 35- bis 44-Jährigen ist das Interesse groß: 62 Prozent wollen spätestens bis 2028 auf ein E-Auto umsteigen. Zum Vergleich: Bei den über 55-Jährigen sind es lediglich 45 Prozent – bis zum Jahr 2035.

Zeekr Europe CEO Lothar Schupet betont: „Die Vorteile der Elektromobilität sind vielen bewusst. Doch nicht jedes Land und jede Altersgruppe reagiert gleich schnell. Mit dieser Studie wollten wir besser verstehen, was Konsument:innen antreibt und was sie noch zurückhält.“

Die drei Hauptbarrieren: Reichweite, Laden und Preis

Trotz des zunehmenden Interesses bleiben Reichweite, Ladezeiten und Kosten zentrale Hürden für den Umstieg. 42 Prozent der Befragten nannten eine Reichweite von mehr als 480 km als Voraussetzung, 40 Prozent wünschten sich Ladevorgänge von 10 auf 80 Prozent innerhalb von rund 10 Minuten und 45 Prozent gaben niedrigere Anschaffungskosten als entscheidend an.

Quelle: Zeekr – Pressemitteilung vom 24.07.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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