Ein Blick auf den proTRon EVOLUTION

Ein Blick auf den proTRon EVOLUTION
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proTRon

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der proTRon EVOLUTION ist ein hocheffizientes Nahverkehrsfahrzeug für 2+2 Personen. Auf einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h begrenzt soll es eine Mindestreichweite von 100 Kilometer erreichen können. Dabei ist das Fahrzeug vor allem für stadtnahe Pendler sowie kürzere Überlandstrecken konzipiert. Zwei Elektromotoren an der Hinterachse treiben das reine E-Fahrzeug an. Die dafür notwendige elektrische Energie stammt aus einer Batterie, welches durch ein „Komfortmodul“ zur Steigerung der Reichweite ergänzt werden kann, bei dem eine Brennstoffzellen- oder eine zweite Akkueinheit Energie liefern.

Serienfertigung ein Muss – keine Option

Die Entwicklung mit Blick auf eine mögliche Serienfertigung wurde stets angestrebt und schein nun greifbar. Denn Dank konsequentem Leichtbau sowie einem innovativen Sicherheitskonzept erfüllt das Fahrzeug mit einem Gesamtgewicht von nur 550kg (inklusive Akku) alle Vorgaben für die Zulassung gemäß der Klasse M1 einschließlich der Crashsicherheit. Für die hohe passive Sicherheit, bei möglichst geringem Gewicht, kommt ein Faserverbund-Monocoque zum Einsatz, welches die Sicherheitszelle für die vier Insassen bildet.

Die Zielkonflikte zwischen Gewicht und Sicherheit sowie Deformation und Insassenbeschleunigung wird durch gezielte Energiewandlung in Verformungselementen auf geringem Raum gelöst. Dadurch werden die großen Beschleunigungskräfte, welche durch die hohe Steifigkeit des Monocoques entstehen, gezielt verringert. Bei der Grundstruktur des Monocoques setzt man überwiegend auf Naturfaserverbundwerkstoffen, welche nur lokal lastpfadorientiert mit unidirektionalen Kohlefasern verstärkt werden. Ein großer Vorteil der Naturfasern liegt in der gesamtenergetischen Betrachtung, da die aufzuwendende Energie von der Herstellung bis zum Bauteil im Gegensatz zu Kohlefasern erheblich geringer ist.

Aber nicht nur dies spricht für das verwendete Material, auch die Dämpfungseigenschaften zugunsten des Komforts und die Splittereigenschaften zugunsten der passiven Sicherheit im Innenraum sprechen für dessen Verwendung. In diesem Zusammenhang werden umfangreiche Grundlagenversuche durchgeführt. Um den Luftwiderstand zu verringern wurde mittels Computational Fluid Dynamics und Windkanaluntersuchungen eine aerodynamisch optimierte Außenhaut herausgearbeitet, welche strikt dem Motto „form follows function“ entspricht.

Das Team hinter proTRon

Das interdisziplinäre Team proTRon der Hochschule Trier aus den Fachrichtungen Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und Design besteht aus ca. 50 Studierenden. Durch einen regen Technologietransfer zwischen Industrie und Hochschule steht das Projekt auf einer breiten Basis von Kooperationen. Die Studierenden erarbeiten sich Fachkenntnisse und gewinnen praktische Erfahrungen in zukunftsrelevanten technischen Bereichen wie Leichtbau, elektrische Antriebe und Brennstoffzellen. In diesem Projekt werden die sich abzeichnenden Trends der Elektromobilität und der Energieeffizienz aufgegriffen und die an der Hochschule Trier dazu vorhandenen Kompetenzen gebündelt.

Quelle: proTRon

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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