Norwegen plant Bau eines 32 GWh großen Batteriezellwerks

Norwegen plant Bau eines 32 GWh großen Batteriezellwerks
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Mehrere norwegische Unternehmen haben sich zusammengetan, um gemeinsam Batteriezellen vorrangig für Elektroautos zu entwickeln und produzieren. Hinter der Morrow Batteries genannten Neugründung stehen unter anderem das norwegische Energieunternehmen Agder Energi, Bjørn Rune Gjelsten, Eigentümer des Abfallverarbeiters NOAH AS, sowie die Umweltorganisation Bellona. Die ursprüngliche Idee zur Gründung des Unternehmens stamme von dem norwegischen Umweltaktivisten Frederic Hauge und Bellona, wie Agder Energi mitteilt.

Zu den Partnern des Projektes gehören weiterhin das Forschungsinstitut SINTEF, die Wirtschaftsfördergesellschaft Innovation Norway, das Eyde-Cluster für nachhaltige Prozesstechnologien und Rohstofflieferanten. Die Beteiligten arbeiten bereits seit mehreren Jahren an der Technologie zur Batterieproduktion, heißt es. Morrow Batteries soll nun in Südnorwegen, in der Kommune Agder, ein Forschungszentrum und eine Produktionsstätte aufbauen. Im finalen Ausbau soll das Unternehmen Batteriezellen mit einer Jahreskapazität von 32 GWh herstellen und in die nahen Elektroauto-produzierenden Länder exportieren. Die erste der vier geplanten Ausbaustufen mit jeweils 8 GWh soll 2024 fertiggestellt sein. Der Standort biete neben der guten Anbindung an Mitteleuropa auch einen guten Zugang zu Rohstoffen und verfüge über überschüssige erneuerbare Energie für eine nachhaltige Batterieproduktion. Norwegen erzeugt mehr als 90 Prozent seiner Energie nachhaltig aus Wasserkraft.

„Die Batterieproduktion wird bald zu einer neuen globalen Großindustrie. Norwegen hat einen doppelten Wettbewerbsvorteil, weil wir bereits über erstklassige Prozessindustrien verfügen und Zugang zu sauberer Energie und einer starken Forschungsumgebung haben. Dies ist sowohl als Investition als auch als Beitrag zur Entwicklung klimafreundlicher Technologien sinnvoll“. — Bjørn Rune Gjelsten, Investor und Eigentümer des Abfallverarbeiters NOAH AS

Dem Forschungsinstitut SINTEF zufolge könne Morrow Batteries mit einem Marktanteil von 2,5 Prozent der europäischen Batteriezellproduktion gut 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen, so Steffen Syvertsen, CEO von Agder Energi. Terje Andersen, CEO von Morrow Batteries, will so schnell wie möglich mit der Produktion von Batteriezellen beginnen. Das Unternehmen verfüge über Know-How, die Finanzierung, Vereinbarungen, Strategie und eine Technologieplattform und somit über eine solide Grundlage für eine baldige Massenproduktion von Lithium-Ionen-Zellen.

Am Forschungszentrum soll das Hauptaugenmerk zunächst auf der Entwicklung der Lithium-Schwefel-Batterien liegen. Für diese Technologie könne Morrow Batteries auf Altmaterialien aus der norwegischen Ölindustrie zurückgreifen. Die Wertschöpfungskette soll sich ausdrücklich von jener in Asien unterscheiden.

Quelle: Businessportal Norwegen — Norwegen erhält erste Batteriezellenfabrik // Forbes — A New 32GWh Gigafactory Will Build Sustainable Batteries In Norway

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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